2. Bundesliga

Roundup: Dynamo reißt Fortuna weiter runter, FCI nur Remis

Dresden wollte nach fünf Pleiten wieder jubeln. Foto: Getty Images
Dresden wollte nach fünf Pleiten wieder jubeln. Foto: Getty Images

Zum Abschluss des 14. Spieltags in der 2. Bundesliga hat Dynamo Dresden daheim gegen Fortuna Düsseldorf gewonnen. Gleichzeitig holte der FC Ingolstadt gegen den Karlsruher SC ein Remis, während der 1.FC Heidenheim Holstein Kiel schlug.

In Sachsen ging es für die Hausherren darum, den Negativlauf mit zuletzt fünf Pleiten am Stück zu beenden. Auch die Fortuna hatte in den vergangenen Wochen allerdings nicht regelmäßig gepunktet. Wenig überraschend deshalb, dass sich die Teams vor allem mit großer Intensität gegenüberstanden. Großchancen blieben in den ersten 45 Minuten so weitgehend Mangelware. Die beste Gelegenheit für Dresden hatte Christoph Daferner per Kopf (18.), für Düsseldorf kam Rouwen Hennings mit einer Direktabnahme einem Führungstor am nächsten (22.). Kurz vor der Pause ergab sich für Dynamo vom Strafstoßpunkte die Chance aufs 1:0. Nachdem Christoph Klarer Ransford Königsdörffer gelegt hatte, verwandelte Daferner souverän per Flachschuss nach rechts (43.). Weil Dynamo gegen Ende der Hälfte mehr nach vorn investiert hatte, ging die Führung zur Pause gewissermaßen in Ordnung.

Nach dem Seitenwechsel blieb Dynamo zunächst die aktivere Mannschaft. Die Fortuna schien um eine Antwort auf den späten Treffer aus der ersten Hälfte verlegen. Bei den wenigen Situationen mit Gefahrenpotenzial ging die Abschlussqualität beiden Teams ab, sodass die Partie mehr oder minder vor sich her schwappte. Nennenswerte Gelegenheiten hoben sich die Teams bereits für die Schlussphase auf. Mit Auftakt in die letzten 20 Minuten aber hätte Daferner das 2:0 nachlegen können, wenn nicht müssen, entschied sich aber für einen Querpass auf den eingewechselten Agyemang Diawusie, der ihm zu kurz geriet (71.). Eine Viertelstunde vor Schluss kam Khaled Narey zur ersten guten Gelegenheit der Gäste im zweiten Durchgang, Kevin Broll war aber auf der Hut, so auch gegen Emanuel Iyoha wenig später. In der 89. Minute legte Joker Robert Bozenik auf Vorlage von Narey einen Abschluss deutlich drüber, es war die bis dato beste Chance auf das 1:1. In der Nachspielzeit zielte auch Iyoha mit einem Kopfball über den Querbalken. Den Befreiungsschlag brachte Dynamo so über die Zeit.

Die Sachsen schlossen so nach Punkten zu Fortuna Düsseldorf auf, das nur dank der besseren Tordifferenz auf Platz zwölf bleibt.

Remis für Ingolstadt zu wenig

Mit nur fünf Punkten nach 13 Spieltagen ging der FC Ingolstadt bereits mit dem Rücken zur Wand ins Heimspiel gegen den Karlsruher SC. Maximilian Beister zeigte aber schon nach wenigen Sekunden, dass die Schanzer am Sonntag ihre Chance auf den zweiten Saisonsieg suchen würden. Die Hausherren dominierten den KSC in der ersten Hälfte streckenweise, für das verdiente Führungstor brauchte es aber die Hilfe der Badener. Einen wohl eher harmlosen Abschluss von Thomas Keller fälschte Christoph Kobald unglücklich ins eigene Tor ab (27.), die Szene dürfte als Eigentor in die Bücher eingehen. Beister hätte das 2:0 nachlegen können, zielte aber knapp neben den Kasten (34.). Erst gegen Ende der Halbzeit taute Karlsruhe auf und nutzte die Chance aufs 1:1 ziemlich kaltschnäuzig aus. Nach einer Ecke köpfte Philipp Hofmann an den Pfosten, Dominik Kother verwertete den Abpraller zum Ausgleich (42.), der auch den für die Gäste durchaus schmeichelhaften Halbzeitstand darstellte.

Im zweiten Durchgang war es wieder Ingolstadt, das zunächst den Ton angab, ohne dabei aber frühe Großchancen herauszuspielen. Für den KSC wurde Kyoung-rok Choi per Fernschuss da schon gefährlicher (53.), kurz darauf landete ein wuchtiger Drehschuss von Hofmann neben dem Kasten. In der Folge verflachte die Partie nach und nach, die Teams belauerten sich und leisteten konzentrierte Abwehrarbeit. Gerade von Ingolstadt hätte aber angesichts der tabellarischen Ausgangslage in dieser Phase mehr kommen müssen, mehr als Halbchancen, vor allem aus der Distanz, brachten die Schanzer aber kaum zustande. Der KSC wirkte in der Schlussphase dem Tor näher, ein Aufsetzer von Hofmann brachte das Gehäuse aber noch nicht wirklich in Gefahr (84.). In der Nachspielzeit musste Ingolstadt das Remis sogar noch mit Haut und Haaren verteidigen, als immer wieder Bälle in den Strafraum segelten. Dies immerhin gelang den Schanzern.

Ein Punkt bringt den FCI allerdings nicht sonderlich weiter, während auch Karlsruhe als weiterhin Tabellenzehnter nicht sonderlich zufrieden sein dürfte.

Heidenheim früh und spät erfolgreich

Nach schwachem Saisonstart hatte sich Holstein Kiel vor der Länderspielpause und dem Gastspiel beim 1.FC Heidenheim berappelt und ging so durchaus selbstbewusst in die Partie. Allerdings setzte es gleich eine ganz kalte Dusche. Binnen 60 Sekunden hatte Christoph Kühlwetter zwei Schüsse abgefeuert, der zweite fand den Weg ins Netz. Patrick Mainka hatte den Angreifer steil geschickt. In der Folge drängte Heidenheim auf das zweite Tor, Tim Kleindienst und Kühlwetter vergaben jedoch mehrere Gelegenheiten. Es rächte sich nach einer halben Stunde, weil Benedikt Pichler auf der rechten Seite ohne große Gegenwehr in die Mitte geben konnte, wo Fin Bartels das Spielgerät mit Hilfe eines Heidenheimer Abwehrbeines über die Linie bugsierte. Plötzlich drückten die Störche, Fabian Reese verpasste das 2:1 vier Minuten nach dem Ausgleich. In einer wilden Phase des Spiels traf außerdem Tobias Mohr auf Seiten der Hausherren den Querbalken (36.). Es wären also weitere Tore möglich gewesen, Heidenheim nahm den Ärger über die vergebene Führung mit in die Kabinen.

Zum Start in Halbzeit zwei blieben beide Teams offensiv auffällig, Kiel hatte dabei zunächst die größeren Gelegenheiten. Alexander Mühling stocherte beinahe entscheidend, anschließend verzog Pichler einen Schuss deutlich (47., 49.). Bei den Annäherungen der Gastgeber war in dieser Phase zu wenig Präzision zu sehen, im Zweifel fand sich auch stets noch ein Abwehrbein der Störche. Die optische Überlegenheit blieb auch in der Folge auf Seiten der Gäste von der Ostsee, der ganz große Druck auf das Tor von Heidenheim war dabei aber auch nicht zu verspüren. So bewegte sich die Partie in den Bereich, in dem ein sogenannter Lucky Punch den Sieg einbringen könnte. Den hatte Heidenheim dann plötzlich auf dem Fuß. Stephan Schimmer fand mit einem Abschluss in Thomas Dähne seinen Meister, der Keeper zeigte eine wahre Glanzparade (83.). Robert Leipertz machte es zwei Minuten später besser und jagte das Kunstleder traumhaft per Dropkick unhaltbar ins Netz. Kiel hatte anschließend keinen Hochkaräter mehr und musste so eine eigentlich unnötige Pleite akzeptieren.

Heidenheim verbessert sich durch den Sieg auf Rang acht, die Störche rutschen auf Relegationsplatz 16 ab.

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Lars Pollmann  
21.11.2021