2. Bundesliga am Samstag

Roundup: Düsseldorf zittert sich zum Sieg

Nur ein Treffer fiel am Samstag in der 2. Bundesliga.
Nur ein Treffer fiel am Samstag in der 2. Bundesliga. Foto: Getty

Lange Zeit lieferten sich die Teams am Samstag torlose Partien, ehe Düsseldorf gegen Ende die Erlösung schafft und zugleich einen Elfmeter gegen Würzburg abwehren kann. Braunschweig gegen Kiel und Darmstadt gegen Regensburg enden torlos.

Für Fortuna Düsseldorf war die Partie gegen Aufsteiger Würzburger Kickers das erste 2.-Liga-Heimspiel seit über zwei Jahren. Doch die Truppe von Trainer Uwe Rösler tat sich vor rund 6.000 Fans, die wieder in die Arena durften, schwer, ins Spiel zu kommen. Die Gäste aus Franken störten die Fortunen im Spielaufbau, wodurch die erste halbe Stunde äußerst schleppend verlief. Erst in der 40. Minute konnten die Gastgeber das erste Ausrufezeichen setzen. Auf der linken Außenbahn bekam Kelvin Ofori den Ball durchgesteckt, nahm Fahrt auf und brachte das Spielgerät gefährlich in den Strafraum. Dort sah Brandon Borrello seine Chance kommen, rauschte aber am Spielgerät zu bei - bis dato die beste Möglichkeit für Düsseldorf, in Führung zu gehen.

Ofori vergibt erneut

Doch Fortuna verpasste es, mit einem komfortablen Ergebnis in die Halbzeitpause zu gehen. Mit der Einwechslung von Mittelfeldspieler Thomas Pledl, der für den bereits in der 7. Minute Gelb verwarnten Borrello kam, wollte Coach Rösler auf Nummer sicher gehen. Der Absteiger setzte fort, und kam in der 50. Minute erneut durch den 19-jährigen Ofori zur Torchance. Der Linksaußen setzte sich nach Zusammenspiel mit Adam Bodzek schön auf links durch, brachte das Leder aber nicht präzise genug auf den Kasten von Ex-Fortune Fabian Giefer. Die Erlösung brachte letztlich Joker Dawid Kownacki. Nachdem sich Pledl nach einem Querschläger von Würzburgs Arne Feick auf links durchsetzte, flankte dieser den Ball auf den kurzen Pfosten, wo Giefer den Ball nur noch vorne abklatschen konnte, so dass Kownacki, der goldrichtig stand, zur Führung und gleichzeitig zum Siegtreffer für Düsseldorf abstauben konnte. In der 90. Minute kam dann für die Gastgeber der große Schock: Für Würzburg gab es einen Strafstoß, den Robert Herrmann aber nicht verwandeln kann: Florian Kastenmeier konnte den Ball unten rechts rausfischen.

Lattentreffer von Reese

Nach zwei Jahren 2. Liga-Abstinenz war es auch für Aufsteiger Eintracht Braunschweig das erste Heimspiel. Mit einer Niederlage am 1. Spieltag gegen Heidenheim (0:2) in die Saison gestartet, ging es mit Holstein Kiel, das den Auftakt beim SC Paderborn (1:0) siegreich gestalten konnte, als Außenseiter in die Partie. Doch auch im Eintracht-Stadion, wo rund 3.500 Zuschauer zugelassen wurden, gab es wenig Spektakel. Die erste nennenswerte Chance lieferte Kiels Fabian Reese, der in der 22. Minute sein Glück versuchte, und aus rund 25 Metern draufhielt. Der Schuss des Offensivspielers kam gefährlich auf das Tor von Felix Dornebusch, knallte jedoch zum Glück für die Löwen nur an die Latte. Fünf Minuten später landete ein Freistoß von Martin Kobylański auf der Gegenseite nur knapp über dem Tor.

Jae-Sung mit bester Chance

Mit keinen Wechseln und keinen taktischen Veränderungen ging es auch in der zweiten Halbzeit ähnlich weiter. Das Spiel lief weiter ausgeglichen vor sich hin, ehe Kiels Lee Jae-Sung, der nahezu frei vorm Tor stand, in der 70. Minuten nach Zuspiel von Fin Bartels nur knapp am Ball vorbei rutschte. Besonders viel Offensivpower gab es im Anschluss auf keinen Seiten mehr zu sehen. Am Ende geht die Punktteilung wohl in Ordnung.

Darmstadt mit 1.700 Fans

Ebenfalls taten sich der SV Darmstadt 98 und Jahn Regensburg schwer, gegeneinander anzukommen. Zwar konnten die Lilien erstmals seit Frühjahr auf die Unterstützung von 1.700 Fans bauen, die im Böllenfalltor zugelassen waren, allerdings versprach die Rückendeckung der Zuschauer keinen sportlichen Erfolg. Die Heimmannschaft von Trainer Markus Anfang startete Offensiv in die Partie und übte zunehmend Druck auf die Gäste aus Bayern aus, doch diese hielten stand und störten Darmstadt im Spielaufbau. Darmstadt Marvin Mehlem versuchte sich in der 20. Minute mit einem guten Torabschluss, doch Regensburgs Keeper Alexander Meyer war schnell unten. Auf der Gegenseite hatte Regensburgs Albion Vrenzeni zwei Minuten später eine Gelegenheit liegen gelassen, nachdem ihm der Ball aus gut 25 Metern nach einem Abpraller vor die Füße gefallen war.

Hosnak verfehlt das Tor

Derzeit viel lieferten sich die beiden Team in der ersten Hälfte nicht mehr, wodurch es nach der Pause mit dem Spielverlauf ähnlich wie in den ersten 45 Minuten weiterging. In der 51. Minute hatte Darmstadts Mathias Honsak bis dato die beste Chance, knallte den Ball aus neun Metern aber am leeren Tor vorbei. Die Hausherren setzten weiter daran, in Führung zu gehen. Einer derartige Möglichkeit wie die von Honsak ergab sich allerdings nicht mehr, weshalb am Ende ein torloses Remis stand.

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Adrian Kuehnel  
26.09.2020