Der Freitag in Liga zwei

Roundup: Bochum stolpert in Aue, BTSV mit Befreiungsschlag

Bochum war in Aue zu Gast. Foto: Imago
Bochum war in Aue zu Gast. Foto: Imago

Zum Auftakt in den Spieltag der zweiten Bundesliga hat Aufstiegsmitfavorit VfL Bochum bei Erzgebirge Aue Federn gelassen. Zeitgleich holte Eintracht Braunschweig gegen Jahn Regensburg wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Im engen Aufstiegsrennen wollte Bochum im Erzgebirge vorlegen und hatte auch früh die erste Gelegenheit zur Führung. Gerrit Holtmann jagte dabei das Kunstleder nach nur drei Minuten an den Außenpfosten. Nur kurz darauf köpfte zudem Robert Tesche über den Kasten. Nach und nach kämpften sich die Veilchen in die Partie. Nach 20 Minuten stand es nach Alu-Treffern unentschieden: Manuel Riemann parierte einen Versuch von Clemens Fandrich mithilfe der Querstange. Der Keeper musste auch bei einem frechen Distanzversuch von Jan Hochscheidt eingreifen (28.), bei der resultierenden Ecke war er machtlos.

Hochscheidt brachte den Ball nach innen, Gaetan Bussmann setzte sich gegen Armel Bella-Kotchap durch und versenkte per Kopf (29.). Der Favorit zeigte sich mächtig beeindruckt und konnte von Glück sagen, dass es nicht rasch 2:0 für Aue stand. Ben Zolinski setzte aber einen Heber vor Riemann etwas zu hoch an, nachdem ihn Florian Krüger stark freigespielt hatte (38.). Mit dem knappen Rückstand zur Pause konnte Bochum also noch durchaus zufrieden sein. 

Nach dem Seitenwechsel waren Chancen für die Gäste trotz offensiver Wechsel durch Trainer Thomas Reis Mangelware. Stattdessen schnupperte Aue wiederholt am womöglich vorentscheidenden zweiten Treffer. Krüger prüfte mit einem Flachschuss Riemann (57.), der kurz darauf auch gegen Zolinski aus kürzester Distanz obsiegte (58.). Mit Eintritt indie Schlussphase drehte Bochum dann aber doch auf und kam zur ersten Top-Chance auf den Ausgleich.

Silvere Ganvoula köpfte dabei aus drei Metern an das Lattenkreuz (73.). Aue gelang es nun nicht mehr, für offensive Entlastung zu sorgen. Auf Vorlage von Milos Pantovic verpasste erneut Ganvoula per Flachschuss (78.). Pantovic selbst wurde knapp vor der Torlinie geblockt, nachdem Martin Männel im Tor der Auer bei einer Flanke daneben gegriffen hatte (82.). Im Anschluss verstanden es die Erzgebirger besser, Bochum aus der Gefahrenzone zu halten. Ein Distanzversuch von Maxim Leitsch in der Nachspielzeit brachte Männel nicht ins Schwitzen, es blieb das letzte Zucken des VfL.

Durch den Punktverlust droht Bochum am weiteren Spieltag der Sturz auf Platz vier, Aue bleibt im sehr soliden Tabellen-Mittelfeld.

Braunschweiger Befreiungsschlag

Nach drei Niederlagen am Stück wollte Eintracht Braunschweig zum Auftakt des Spieltags Mal wieder Druck auf die Konkurrenz im Abstiegskampf ausüben, während Jahn Regensburg eine ziemlich sorgenfreie Saison spielt. Großes Abtasten schenkten sich die Teams, stattdessen ging es früh hin und her. Dabei zeigten sich vor allem die Torhüter in guter Verfassung. Jasmin Fejzic parierte für Braunschweig sehenswert gegen zwei Abschlüsse von David Otto (7. und 28.), Alexander Meyer behielt gegen Fabio Kaufmann die Oberhand (22.). Zudem lenkte Nico Klaß eine Hereingabe von links an den eigenen Pfosten, hinter ihm hätte Otto zum Einschuss bereit gestanden (25.). Es hätten also definitiv Tore in der ersten Halbzeit fallen können.

Im zweiten Durchgang gelang dann der überfällige Treffer. Beinahe folgerichtig ging ein Standard voraus, den Regensburg nur unzureichend verteidigte. Im zweiten Versuch brachte Felix Kroos den Ball in die Mitte, wo er an den langen Pfosten verlängert wurde. Jannis Nikolaou köpfte aus kurzer Distanz ein (58.). Auch das 2:0 der Löwen folgte einem ruhenden Ball. Nach einem kurz ausgeführten Freistoß flankte Dominik Wydra punktgenau auf den Schädel von Nick Proschwitz, dessen Flugkopfball im Netz einschlug (65.). Eine schnelle Reaktion seitens Jahn Regensburg blieb aus, stattdessen wirkte Eintracht Braunschweig regelrecht befreit und spielte auf einen dritten Treffer. Erst in der Schlussphase überließen die Niedersachsen den Gästen Feldvorteile. Ein harmloser Freistoß von Max Besuschkow brachte den Sieg des Aufsteigers aber nicht mehr in Gefahr. 

Braunschweig verlässt somit den direkten Abstiegsplatz und erhöht den Druck auf Teams wie Sandhausen, Osnabrück oder Nürnberg.

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Lars Pollmann  
19.02.2021