1. Spieltag

Auftakt 2. BL: St. Pauli schlägt FCN - Sandhausen und Regensburg siegen - Remis in Fürth

Der FC St. Pauli setzte sich am 1. Spieltag gegen den 1. FC Nürnberg durch. Foto: Cathrin Mueller/Getty Images
Der FC St. Pauli setzte sich am 1. Spieltag gegen den 1. FC Nürnberg durch. Foto: Cathrin Mueller/Getty Images

Siegte der 1. FC Kaiserslautern zum Auftakt in die 2. Bundesliga am Freitagabend mit 2:1 gegen Hannover 96, standen am Samstagmittag vier weitere Partien auf dem Programm. Und dort schlug der FC St. Pauli den 1. FC Nürnberg knapp mit 3:2. Daneben kamen Greuther Fürth und Holstein Kiel nicht über ein 2:2 hinaus, der SV Sandhausen besiegte Arminia Bielefeld hingegen 2:1. Im Parallelspiel setzte sich Jahn Regensburg gekonnt mit 2:0 gegen den SV Darmstadt 98 durch.

Nürnberg kassiert zum Auftakt eine Niederlage gegen St. Pauli

Duell zweier Kult-Klubs im Millerntor-Stadion: Der FC St. Pauli empfing zum Auftakt in der 2. Bundesliga den 1. FC Nürnberg. Ein ganz besonderes Spiel, das eine ganz außergewöhnliche erste Halbzeit erlebte. Obwohl die Gäste aus Franken druckvoll loslegten, waren es die Hausherren, die zuerst jubelten. In der 24. Minute schlug Paqarada eine Flanke in den Strafraum, wo Irvine hochstieg und die Kugel mit dem Kopf ins Netz beförderte. Nach dem 1:0 legte der FC St. Pauli noch vor dem Pausenpfiff nach. Schindler brachte Daschner in der 35. Minute zu Fall - es gab Strafstoß. Paqarada schritt zum Elfmeter und knallte den Ball zum 2:0 ins rechte untere Eck. In der 39. Minute sorgte dann Daschner für die Vorentscheidung. Er bekam die Kugel und zog aus gut 15 Metern zum 3:0 erfolgreich ab.

Ging da noch was für den 1. FC Nürnberg? Zumindest wollte es der Club noch einmal wissen. Die Ansprache von Trainer Klauß in der Pause hat gezeigt, dass der FCN noch nicht aufgeben wollte. Denn bereits eine Minute nach dem Seitenwechsel fiel das 1:3. Nürnberger schickte Duah, der mit rechts ins linke untere Eck abschloss. Der FC St. Pauli machte den Franken das Leben aber weiterhin kompliziert, ließen die Hausherren ansonsten wenig zu. Bei den Hanseaten kam derweil in der 56. Minute Eggestein zum Abschluss, wobei dieser zur Ecke abgefälscht wurde. Gefährlich wurde es im Anschluss vorerst nicht mehr, kam der Anschlusstreffer von Valentini in der 93. Minute per Rechtsschuss zu spät. Am Ende lautete es 3:2 für den FC St. Pauli.

Remis in Fürth: Kleeblatt und Holstein Kiel teilen sich die Punkte

Mission Wiederaufstieg? Für Greuther Fürth stand nach dem Abstieg aus der Bundesliga ein Duell mit Holstein Kiel auf dem Programm. Das Kleeblatt ging ambitioniert zu Werke. Bereits in der 8. Minute schloss Sieb aus 20 Metern ab, doch scheiterte damit knapp. Obwohl die Fürther eine starke Anfangsphase hinlegten, gingen jedoch die Gäste in Führung. Reese legte in der 29. Minute für Becker auf, der den Ball Volley nahm und damit Linde tunnelte. Für die Hausherren versuchte es derweil noch Green in der 42. Minute, doch sein Abschluss wurde von Dähne um den Pfosten gelenkt.

Nicht nur in Hamburg fiel ein schneller Treffer nach dem Seitenwechsel, sondern auch in Fürth. Hrgota bediente in der 48. Minute Green, der die Kugel souverän zum 1:1-Ausgleich im Tor unterbrachte. Die Hausherren gaben sich kämpferisch, nun auch noch die Führung zu erzielen - und wurden für ihren Aufwand belohnt. Nach einer Balleroberung von Asta gab dieser die Kugel weiter an Tillman. Der Ex-Bayern-Spieler legte sich das Spielgerät noch mal zurecht und versenkte die Kugel in der 76. Minute zum 2:1 im Netz. Doch die Führung wehrte nicht lange. Weil Asta Pichler zu Fall brachte, gab es Elfmeter für Kiel. Mühling legte sich die Kugel auf den Punkt und verwandelte den Strafstoß in der 80. Minute zum 2:2. Der Ausgleich, bei dem es letztlich bleiben sollte.

Bielefeld in Unterzahl: Sandhausen siegt knapp

Und auch in Sandhausen packte mit Arminia Bielefeld ein Absteiger das Ziel Wiederaufstieg an. Zum Start durften jedoch die Hausherren jubeln. Weil Bielefeld den Ball in der Defensive nicht geklärt bekam, landete das Leder letztlich bei Kinsombi, der aus elf Metern die Kugel eiskalt zum 1:0 ins Tor schob. Von der Führung sichtlich beflügelt, fiel es der Arminia hingegen schwierig, Zugriff im Angriff zu erlangen. Kurios wurde es dafür noch vor der Pause. Bielefelds neuer Trainer Forte erhielt in der 44. Minute die Rote Karte. Die Wiederholung zeigte, dass Forte den Ball aus der Coaching-Zone zurück aufs Spielfeld warf, wobei Sandhausen zeitgleich das Spiel mit einem Einwurf mit einem anderen Ball beschleunigen wollte. Ein denkwürdiges Debüt für Forte.

Bei der Arminia gab es in der 47. Minute sodann den nächsten Platzverwies - diesmal direkt auf dem Spielfeld. Sidler, bereits mit Gelb vorbestraft, traf Pulkrab mit dem Arm im Gesicht und erhielt dafür Gelb-Rot. Doch die Gäste ließen sich davon nicht unterkriegen. Klos spielte in der 59. Minute Okugawa frei, der die Kugel aus gut elf Metern flach ins rechte Eck zum 1:1 beförderte. Die Antwort von Sandhausen folgte allerdings prompt. Zenga steckte in der 63. Minute für Kinsombi durch, der das Leder zum 2:1 ins linke obere Eck bolzte. Wenngleich beide Teams weiterhin energisch agierten, noch einen Treffer zu erzielen, fielen am Samstag keine weiteren Treffer in Sandhausen, es blieb beim 2:1 für Bielefeld.

Regensburg gegen Darmstadt mit gelungenem Start

Jahn Regensburg hatte zum Start in die neue Saison der 2. Bundesliga den SV Darmstadt 98 zu Gast. Und zum Auftakt legten die Regensburger einen furiosen Start hin, bei dem sie gleich in der 1. Minute in Führung gingen. Shipnoski bewies die Übersicht für Mees, der nach nur 17 gespielten Sekunden zum 1:0 einschob. Nach dem frühen Führungstreffer wurde es zunächst etwas ruhiger, ehe es in der 29. Minute eine Großchance für die Gäste gab. Breitkreuz befand sich im Strafraum in vielversprechender Schussposition, traf allerdings den Ball unsauber, sodass aus dieser Situation nichts resultierte. Pech für Darmstadt: Ab der 37. Minute mussten die Hessen zu zehnt agieren, denn Patric Pfeiffer erhielt eine Gelb-Rote Karte und musste das Feld räumen. Mit dem 1:0 für Jahn Regensburg ging es in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel agierte der SV Darmstadt 98 mit neuer Frische und dem Ziel, den Ausgleich zu erzielen. Doch klappte es damit nicht, denn präsentierte sich Jahn Regensburg dafür schlichtweg zu abgezockt. Die Hausherren kamen in der 67. Minute über Saller, der die Übersicht für Albers bewies. Letzterer setzte sich durch und war im Nachschuss erfolgreich, sodass es fortan 2:0 stand. Und diesen Spielstand wussten die Gastgeber zu verwalten, hieß es damit nach 90 Minuten 2:0.

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Adrian Kuehnel  
16.07.2022