2. Liga am Freitag

Roundup: Osnabrück gewinnt Niedersachsenduell, Fürth nur remis

Hannovers Mike Frantz (l.) und Niklas Hult (r.) hatten mit Etienne Amenyido und dem VfL so ihre Probleme. Foto: Imago

Der VfL Osnabrück konnte am Freitagabend das Niedersachsenduell gegen Hannover 96 mit 2:1 für sich entscheiden, während Greuther Fürth nur zu einem 1:1-Unentschieden bei Erzgebirge Aue kam.

An der Bremer Brücke kam Hannovers Neuzugang Jaka Bijol zu seinem Debüt im Mittelfeld und 96 in der Anfangsphase immer besser ins Spiel, nachdem der VfL Osnabrück in den ersten Minuten viel Druck aufgebaut hatte. Mike Frantz setzte per Direktabnahme (9.) ein erstes Ausrufezeichen für die Hannoveraner. Der VfL Osnabrück hingegen versuchte beim Heimdebüt von Trainer Marco Grote in der Folge kompakt zu verteidigen, zog sich teilweise tief in die eigene Hälfte zurück. In der 30. Minute kamen die Osnabrücker dann aber gefährlich vor das Tor der 96er, Etienne Amenyido legte den Ball auf für Sebastian Klaas, der allerdings verzog. Doch Amenyido wurde bei seiner Ablage von Marcel Franke gefoult, nach Konsultierung des Videoassistenten zeigte Schiedsrichter Arne Aarnink auf den Punkt. VfL-Stürmer Christian Santos verwandelte den fälligen Strafstoß lässig (33.) und stellte den Spielverlauf etwas auf den Kopf. 

Nach dem Seitenwechsel allerdings legten die Lila-Blauen gleich nach, eine Kerk-Ecke (47.) köpfte Santos mit Anlauf und Wucht in die Maschen zum 2:0. Auf der Gegenseite hatte der VfL dann fast im Gegenzug (49.) Glück, als Verteidiger Taffertshofer eine Hereingabe von Linton Maina knapp über das eigene Tor klärte. Der VfL agierte anschließend aber mit dem 2:0 im Rücken durchaus selbstbewusst. 96-Trainer Kenan Kocak versuchte nochmal alles, wechselte offensiv. Die beste Chance im Anschluss hatten aber die Osnabrücker, die in der 72. Minute durch Luc Ihorst gefährlich zum Abschluss kamen, doch Hannovers Hult fälschte den Ball gerade noch so ins Toraus ab. Die Schlussoffensive der 96er reichte immerhin noch zum Anschlusstreffer durch Marvin Duksch (90.+2), doch die drei Punkte blieben am Schluss in Osnabrück. Die Grote-Elf bleibt in der noch jungen Saison damit ungeschlagen und springt zeitweise auf den zweiten Platz.

Fürth münzt Dominanz nicht in Tore um

Die SpVgg Greuther Fürth erwischte im Erzgebirgestadion einen Start nach Maß. Mittelfeldmann Sebastian Ernst musste nach Nazarov-Patzer und anschließender Vorlage von Fürth-Stürmer Havard Nielsen nur noch einschieben (6.). Die Franken mussten nach überlegener Phase dann aber zwei Nackenschläge hinnehmen. Erst verlor die Elf von Trainer Stefan Leitl Abwehrchef Mergim Mavraj (21.) nach einem Zusammenprall mit dem eigenen Keeper und dann traf Aue-Stürmer Florian Krüger nach einem Standard zum Ausgleich (23.). Sowohl die Sachsen in Form von Pascal Testroet (34.) als auch die Fürther durch eine Doppelchance von Nielsen und David Raum (37.) besaßen die Chance auf den Führungstreffer vor der Halbzeit, doch beide Mannschaften vergaben.

Die Fürther kamen anschließend besser aus der Kabine, drückten auf das Führungstor. Die Sachsen versuchten vor allem kämpferisch dagegen zu halten, fanden offensiv aber kaum statt. Torschütze Krüger (70.) hatte dennoch Doppelpack und Führungstreffer für die Auer auf dem Fuß. Dass die Franken aus ihrer Überlegenheit kein Kapital schlugen, hielt die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster lange im Spiel. Der eingewechselte Jamie Leweling hatte in der Schlussphase (86.) ebenso wie Kapitän Branimir Hrgota (89.) die Chance zum Siegtreffer. Doch es sollte nicht sein für die Spielvereinigung, die die drei Punkte liegen ließ. Die Auer sind aber immerhin zumindest über Nacht Tabellenführer der 2. Bundesliga.

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Benjamin Heinrich  
25.09.2020