Kein Ärger für Elvedi

Rote Karte statt Gegentor? Hütter: "Notbremse war wichtig"

Als letzter Mann holte Gladbachs Nico Elvedi (r.) seinen Gegenspieler Christopher Nkunku von den Beinen. Klare Notbremse! (Foto: INA FASSBENDER/AFP via Getty Images)
Als letzter Mann holte Gladbachs Nico Elvedi (r.) seinen Gegenspieler Christopher Nkunku von den Beinen. Klare Notbremse! (Foto: INA FASSBENDER/AFP via Getty Images)

Gut 30 Minuten lang kämpfte Borussia Mönchengladbach gegen RB Leipzig in Unterzahl, weil sich Nico Elvedi nach einer Notbremse gegen Christopher Nkunku in der 65. Minute die Rote Karte abgeholt hatte. Im Nachhinein eine Tat, die sogar entscheidend für den Sieg gewesen sein könnte.

Groß beschwert hatte sich Elvedi gegenüber Schiedsrichter Martin Petersen nicht. Zum einen liegt es ohnehin nicht im Naturell des Schweizers, ewig zu lamentieren, zum anderen war die Entscheidung völlig nachvollziehbar. "Er zieht die Notbremse, das war eine verdiente Rote Karte", bewertete die Aktion auch Fohlen-Trainer Adi Hütter nach der Partie.

Elvedi verhindert vermeintlichen Ausgleich

Sauer war der Coach von Borussia Mönchengladbach deswegen aber nicht. Auf fussball.news-Nachfrage sagte der 52-Jährige: "In dieser Situation war die Notbremse wichtig." Hätte Elvedi nämlich nicht mit seiner Grätsche eingegriffen, so wäre Nkunku frei in den Strafraum eingezogen und hätte womöglich den 2:2-Ausgleich erzielt.

 "Eine tolle kämpferische Leistung gezeigt"

"Das weiß man ja vorher nicht. Wenn Nico ihn laufen lässt, dann schießt er vielleicht neben das Tor oder Yann Sommer hält den Ball. Dann wäre mir keine rote Karte zu bekommen lieber gewesen", fügte Hütter an. Am Ausgang der änderte dies jedenfalls nichts mehr, stattdessen setzten die Fohlen sogar noch einen drauf. "Wir haben es geschafft, in Unterzahl noch ein Tor zu erzielen. Meine Mannschaft hat da eine tolle kämpferische Leistung gezeigt", so Hütter stolz.

Tom Jacob  
03.05.2022