Ex-Profi kritisiert Handhabung auf Schalke

Rost: "Wenn Fährmann Fehler macht, wird die Diskussion losgehen"

Fährmann wurde 2019 von Domenico Tedesco degradiert. Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images
Fährmann wurde 2019 von Domenico Tedesco degradiert. Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Beim FC Schalke 04 deutet alles darauf hin, dass Leih-Rückkehrer Ralf Fährmann den Zweikampf um den Posten als Stammkeeper gewinnt. Konkurrent Markus Schubert kann sich aufgrund der sprunghaften Entscheidungen der letzten Jahre aber wohl Hoffnungen machen. Frank Rost jedenfalls sieht das Problem nicht wirklich gelöst.

"Ich drücke Ralf alle Daumen, aber es wird sehr schwer für ihn. Sobald er einen Fehler macht, wird die Diskussion wieder losgehen", so der Ex-Profi gegenüber Focus Online. Tatsächlich dürfte es für die Bosse auf Schalke schwer werden, Fährmann als klare Nr.1 zu verkaufen. Schließlich buhlte der Klub mehr oder minder öffentlich um Alexander Schwolow, den sich der S04 letztlich bloß nicht leisten konnte. Rost hegt dennoch die Hoffnung, dass sein Ex-Klub sich klar zu einem Stammtorhüter bekennt.

Längere Leine von Wagner?

"Egal, wer am Ende das Rennen macht, ich würde mir wünschen, dass David Wagner der neuen Nr.1 auch mal ein paar schwächere Spiele zugesteht", so der frühere Nationalspieler. In der Vorsaison hatte der Chefcoach Schubert und Alexander Nübel nur eine kurze Leine gewährt und tauschte mehrfach nach schwachen Leistungen im Tor. Schon vor Wagners Amtszeit auf Schalke war dies aber ein Problem, meint zumindest Rost.

"Nicht verstanden, dass man die Torhüter zerstört"

Dabei spricht er wohl weniger die Phase an, als er dem damaligen Top-Talent Manuel Neuer den Vortritt lassen musste. Sondern die Entscheidung von Domenico Tedesco, Fährmann zu degradieren. "Ich habe es nicht verstanden, dass man die Torhüter so zerstört", kritisiert Rost. Zwar habe Fährmann damals objektiv eine schwächere Phase erlebt. "Aber es gab keinen Grund ihn rauszunehmen." Wer weiß, ob sich die Königsblauen den vielen Ärger seither hätten sparen können, wäre Fährmann einfach Stammkeeper geblieben.

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Lars Pollmann  
04.09.2020