"Hat im Dezember total gefehlt"

Rose feiert Matchwinner: "Gesehen, wie wichtig Hoffi für uns ist"

Hofmann überragte gegen Bayern. Foto: Imago
Hofmann überragte gegen Bayern. Foto: Imago

Borussia Mönchengladbach hat am Freitagabend mit einem 3:2-Sieg über den FC Bayern bewiesen, warum das Team als Angstgegner des Rekordmeisters gilt. Zum Matchwinner avancierte dabei Jonas Hofmann, der an allen Treffern beteiligt war. Marco Rose wundert es wenig.

"Wir haben gesehen, wie wichtig Hoffi für uns ist. Er hat das heute mit drei Torbeteiligungen untermauert. Er ist ein wichtiger Faktor, der uns im Dezember total gefehlt hat", zitiert Sport1 den Chefcoach. Tatsächlich reicht ein Blick auf die Ergebnisse ohne den Mittelfeldmann, um dessen Bedeutung für Gladbach herauszustellen. Er verpasste zwischen Mitte November und Ende Dezember sechs Spiele, von denen die Fohlen nur eines gewinnen konnten.

Ohne Hofmann 0,72 Punkte pro Spiel weniger

Im Schnitt holte Gladbach mit Hofmann in dieser Saison 1,89 Punkte pro Spiel, ohne ihn nur 1,17. Nach 15 Spieltagen macht das rechnerisch den Unterschied von Platz vier zu Platz zwölf aus. Auch die Mitspieler wissen, wie groß der Einfluss des 28-Jährigen ist. "Wenn er losrennt, ist er nur sehr schwer zu verteidigen", sagt etwa Florian Neuhaus, der seinen Treffer gegen die Bayern von Hofmann aufgelegt bekam. "So cool zu bleiben vor Manuel Neuer, das kann auch nicht jeder", sagt er anerkennend.

"Würde alle Jungs in die Nationalmannschaft singen"

Gegen den Kapitän des FC Bayern und der Nationalmannschaft hatte Hofmann vor der Pause den Zwei-Tore-Rückstand egalisiert. Spätestens mit diesem Leistungsnachweis hat sich der frühere Dortmunder auch endgültig für ein Ticket zur EURO am Saisonende beworben. "Wenn ich könnte, würde ich alle meine Jungs in die Nationalmannschaft singen", sagt Rose. "Sie wollen mit Leistung überzeugen. Den Rest müssen dann andere entscheiden." Macht Hofmann so weiter, bleibt Bundestrainer Joachim Löw freilich gar keine andere Wahl.

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Lars Pollmann  
10.01.2021