BVB lag mit Schiri im Clinch

Rose zur Zwayer-Auszeit: "Damit musst du umgehen können"

Der Ärger beim BVB über Zwayer war groß. Foto: Getty Images
Der Ärger beim BVB über Zwayer war groß. Foto: Getty Images

Das Bundesliga-Spitzenspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern ist inzwischen mehr als einen Monat her, sorgt aber immer noch für Gesprächsstoff. Es war die letzte Partie, die Felix Zwayer geleitet hat, ehe sich der Schiedsrichter eine Auszeit nahm. Den Berliner hatten die Schwarzgelben für seine Leistung heftig kritisiert.

Jude Bellingham zahlte wegen einer Andeutung auf den Hoyzer-Skandal, bei dem Zwayer gewissermaßen involviert war, eine hohe Geldstrafe, während Marco Rose schon während des Spiels nach Ansicht der Unparteiischen derart über die Stränge schlug, dass sie ihn mit Gelb-Rot der Seitenlinie verwiesen. "Wir haben an diesem Spieltag uns nicht richtig behandelt gefühlt, wir hatten den Eindruck, dass die Schiedsrichterleistung nicht gepasst hat. Das haben wir kundgetan, dann geht es aber auch weiter", erklärt der Cheftrainer des BVB nun in einer Pressekonferenz.

"Musst immer wieder Dinge über dich hören und lesen"

Aufgrund des engen Spielkalenders habe das Thema intern keine große Rolle mehr gespielt, sagt Rose. Dass sich Zwayer augenscheinlich auch wegen des öffentlichen Drucks auf seine Person zurückgezogen hat, sei eine "persönliche Entscheidung", kommentiert Rose. "Wenn man in dem Bereich arbeitet, wo wir tätig sind, ist auch klar, dass du immer wieder Dinge über dich hören und lesen musst. Damit musst du umgehen können, das ist klar", so Rose. Der Unterschied liegt freilich darin, dass Schiedsrichter anders als Trainer und Kicker keine Profis sind.

Rose hofft auf Rückkehr von Zwayer

"Ich wünsche Herrn Zwayer eine gute, ruhige Zeit, hoffentlich mit dem Ergebnis, dass er wieder Spaß daran findet, Fußballspiele zu pfeifen", schlägt Rose darüber hinaus auch versöhnliche Töne an. Er persönlich sei auch bereit, nach Streitigkeiten in einen Dialog zu treten. "Ich habe letzte Saison noch in Gladbach einen Kaffee mit Herrn Aytekin angeregt, also ich bin immer zu allem bereit. Es macht Sinn, sich grundsätzlich zu unterhalten", so der 45-Jährige. Klar ist derweil, dass Zwayer selbst nach einer möglichen Rückkehr in den Bundesliga-Betrieb bis auf Weiteres keine Spiele von Borussia Dortmund mehr leiten wird.

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Lars Pollmann  
13.01.2022