3:2 gegen Hoffenheim

Rose freut sich über Willensleistung: "Dass wir das Spiel drehen, spricht für die Jungs"

Trotz einiger Kritikpunkte freute sich Marco Rose über den Sieg gegen Hoffenheim. Foto: Imago.
Trotz einiger Kritikpunkte freute sich Marco Rose über den Sieg gegen Hoffenheim. Foto: Imago.

Angesichts der drei gewonnenen Punkte war Marco Rose mit dem Auftritt von Borussia Dortmund gegen die TSG Hoffenheim (3:2) zufrieden. Zugleich haderte der BVB-Coach mit der Passivität seiner Mannschaft in einigen Phasen des zweiten Durchgangs.

Marco Rose erlebte an der Seitenlinie zwei unterschiedliche Halbzeiten. In den ersten 45 Minuten sah der Cheftrainer von Borussia Dortmund einen dominanten Auftritt gegen die TSG Hoffenheim, allerdings verpasste es seine Mannschaft, sich in Form eines Tores zu belohnen. Erst im zweiten Durchgang wurde TSG-Keeper Oliver Baumann überwunden - doch auch Gregor Kobel musste hinter sich greifen: Auf das 1:0 von Giovanni Reyna (49.) folgte der Ausgleich von Christoph Baumgartner (61.), nach dem erneuten Führungstor durch Jude Bellingham (69.) erzielte Munas Dabbur in der 90. Minute das 2:2, ehe Erling Haaland wenige Augenblicke später das Siegtor für die Dortmunder Borussia erzielte.

Rose: "Der Trainer ist heute zufrieden"

"Der Trainer ist heute zufrieden, weil es drei Punkte gab, wir hintenraus eine Willensleistung gezeigt und eine sehr dominante erste Halbzeit gespielt haben", lautete Roses erstes Fazit bei DAZN. Dennoch nannte der 44-Jährige einige Punkte, die seine Schützlinge in beiden Halbzeiten hätten besser machen können: "In der zweiten Halbzeit, natürlich auch schon in der ersten, haben wir eine Menge Dinge, über die wir im Spiel mit dem Ball reden wollen: Das Sicherungsverhalten, damit wir nicht in Konter laufen, aufeinander achten im Positionsspiel, Spielaktivität im letzten Drittel, um in der ersten Halbzeit noch klarere Chancen zu bekommen", so Rose, der gleichzeitig weiß: "Wenn du dieses Spiel heute Abend mit 3:2 gewinnst, gibt dir das erst einmal Ruhe und Zeit, an diesen Dingen weiterzuarbeiten."

"Wir haben Hoffenheim komplett spielen lassen"

Das Dortmunder Verhalten im Ballbesitz war allerdings nicht der einzige Kritikpunkt, den Rose anführte - weil seine Mannschaft nach der erneuten Führung kaum Ballanteile verzeichnete: "Ich hätte mir gewünscht, dass wir das Spiel in der Phase mehr mit dem Ball kontrollieren. Wir hatten keine Ballbesitzphasen mehr, haben Hoffenheim komplett spielen lassen", haderte der Cheftrainer, der sich daher nicht über den späten Ausgleich wunderte: "Passivität führt dann in den meisten Fällen dazu, dass so eine Mannschaft ein Tor schießt. Das war keine gute Phase."

Die Länderspielpause verschafft Dortmund Zeit

Die Beobachtungen halten Rose aber nicht davon ab, das Ergebnis zu genießen: "Dass wir das Spiel drehen, spricht für die Jungs. Das bringt für die Fans ein schönes Wochenende." Auf den nächsten Sieg werden die Anhänger jedoch warten müssen, wegen der Länderspielpause geht es für den BVB erst am 11. September weiter. Dann heißt der Gegner Bayer Leverkusen. Von den letzten zwei Auswärtsspielen bei der Werkself konnte Dortmund nur zwei für sich entscheiden. 

 

Florian Bajus  
28.08.2021