Trainer will sich nicht mit fremden Federn schmücken

Rose über Neuhaus: "Habe ihn nicht zum Nationalspieler gemacht"

Rose freut sich für seinen Mittelfeldmann. Foto: Christof Koepsel/Getty Images
Rose freut sich für seinen Mittelfeldmann. Foto: Christof Koepsel/Getty Images

Joachim Löw hat am Mittwoch in einer Pressekonferenz Robin Gosens eine Startelfgarantie für das Nations-League-Spiel gegen Spanien ausgesprochen. Florian Neuhaus muss hingegen noch auf sein Debüt hoffen. Sein Klub-Trainer bei Borussia Mönchengladbach, Marco Rose, will sich dabei nicht mit fremden Federn schmücken.

"Ich habe ihn nicht zum Nationalspieler gemacht, sondern das wäre ein Verdienst von vielen", so der Übungsleiter gegenüber dem Portal GladbachLIVE. Namentlich erwähnt er zwei Kollegen, die den 23-Jährigen vorher unter den Fittichen haben. "Friedhelm Funkel hat einen großen Anteil, weil er ein Jahr in Düsseldorf gespielt hat", so Rose. Auch sein Amtsvorgänger in Gladbach, Dieter Hecking, habe seine Rolle gespielt. Nicht vergessen will der frühere Nachwuchscoach auch die Arbeit, die einige Jugendtrainer bei 1860 München und zuvor in die Ausbildung von Neuhaus investiert haben.

"Natürlich ein Stück weit stolz"

Letztlich geht der Mittelfeldmann freilich als Rose-Spieler in die Geschichte ein, wenn er denn gegen Spanien am Donnerstag oder in der Schweiz am Sonntag für Deutschland zum Einsatz kommen sollte. "So etwas ist immer ein besonderer Moment für einen so jungen Spieler", weiß Rose. Deshalb gönnt er Neuhaus das Erlebnis, obwohl er als Bundesliga-Trainer sicher darauf hätte verzichten können, einen Stammspieler mitten in der Vorbereitung verabschieden zu müssen. "Uns als Verein macht es natürlich ein Stück weit stolz, weil es bedeutet, dass wir hier alle ganz gute Arbeit gemacht haben", gibt Rose aber auch zu.

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Lars Pollmann  
02.09.2020