BVB-Coach frustriert

Rose: "Es ist zu einfach, Tore gegen uns zu machen"

Marco Rose und der BVB sind aus der Champions League ausgestiegen. Foto: Getty Images.
Marco Rose und der BVB sind aus der Champions League ausgestiegen. Foto: Getty Images.

Marco Rose war nach der 1:3-Niederlage von Borussia Dortmund gegen Sporting enttäuscht. Schwarzgelb muss sich trotz eines dominanten Auftritts in Lissabon mit einem Platz in der Europa League begnügen. Umso mehr ärgerte den BVB-Coach die mangelnde Kompromisslosigkeit seiner Mannschaft.

Borussia Dortmund war über 90 Minuten die dominante Mannschaft, doch Sporting war effizienter: In der 30. Minute brachte Pedro Goncalves die Hausherren nach einem Abstimmungsfehler von Marin Pongracic und Nico Schulz in Führung und erhöhte in der 39. Minute auf 2:0. Zwar vereitelte Gregor Kobel den Hattrick, als der BVB-Keeper in der 80. Minute Goncalves' Elfmeter parierte - doch im Nachsetzen traf Pedro Porro zum 3:0. Erst in der Nachspielzeit erzielte Donyell Malen das Tor zum 1:3 aus Dortmunder Sicht.

Rose: "Wenn es reicht, konsequenter zu sein..."

Marco Rose war ob des Spielverlaufs mächtig bedient. Den BVB-Trainer störte allen voran die mangelnde Kaltschnäuzigkeit seiner Spieler: "Wenn es einfach reicht, kompromissloser und konsequenter zu sein in so einem wichtigen Champions-League-Spiel, dann hat man es sich verdient", konstatierte der 45-Jährige bei DAZN. "Wir haben kaum etwas zugelassen, waren ordentlich im Spiel, ohne dass wir selber wahnsinnig gefährliche Aktionen nach vorne hatten. Das 0:1 in der Form ist zu leicht. Es ist zu einfach, Tore gegen uns zu machen. Dann war der Gegner heute konsequenter in gewissen Situationen", so Rose weiter.

"Wir haben selbst in Unterzahl mehr Druck aufgebaut"

Die zahlreichen Ausfälle - neben Top-Stürmer Erling Haaland fehlte unter anderem der gesperrte Mats Hummels - wollte Rose nicht als Ausrede gelten lassen: "Wir haben den Anspruch, trotzdem Spiele zu gewinnen und trotzdem weiterzukommen. Dafür bin ich hier, dafür sind die Spieler da, dafür ist der Kader groß genug. Dementsprechend müssen wir in den nächsten Wochen daran arbeiten, kompromissloser zu werden. Wir haben selbst in Unterzahl noch mal mehr Druck aufgebaut. Grundsätzlich war unsere zweite Halbzeit noch mal schärfer, was Spielaktivität betrifft. Das erwarte ich mir in so einem Spiel von Beginn an."

CL-Aus "schon ein Einschnitt"

In allen drei Wettbewerben habe der BVB überwintern wollen, statt Champions League steht in der Rückrunde jedoch die Europa League an. "Das ist schon ein Einschnitt", betonte Rose, der nun darauf bedacht sein dürfte, den Druck auf den FC Bayern in der Bundesliga hochzuhalten, ehe am 4. Dezember das direkte Duell bevorsteht.

Florian Bajus  
24.11.2021