Marktbewegungen

Ronaldo! Mbappe! Was bedeutet der Transfer-Endspurt für Haaland?

Haaland dürfte Dortmund 2022 verlassen. Foto: Imago
Haaland dürfte Dortmund 2022 verlassen. Foto: Imago

Lange Zeit hat sich der internationale Transfermarkt im zweiten Corona-Jahr nur schleppend entwickelt. Im August aber ist doch viel Bewegung reingekommen. Jack Grealish, Romelu Lukaku und allen voran Lionel Messi haben die Schlagzeilen geschrieben. Gegen Ende der Wechselperiode kommen nun riesige Namen hinzu.

Die Anzeichen verdichten sich, dass Kylian Mbappe von Paris Saint-Germain zu Real Madrid wechseln wird. Ein Jahr vor Vertragsende bekommen die Franzosen laut Medienberichten kolportierte 180 Millionen Euro für den wechselwilligen Weltmeister. Damit nicht genug: Auch Cristiano Ronaldo soll vor einem Transfer stehen, für den fünffachen Weltfußballer geht es aller Voraussicht nach von Juventus zu Manchester City. PSG und Juve dürften ihrerseits nochmals aktiv werden, um die Verluste aufzufangen. Der gesamte internationale Transfermarkt käme so richtig in Schwung. Ein Spieler, den das augenblicklich nicht, künftig aber sehr wohl betreffen könnte, ist Erling Haaland.

Haaland 2022 ein 'Schnäppchen'

Der Stürmer von Borussia Dortmund steht schon jetzt immer wieder im Fokus, weil 2022 eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag greift. Sie macht den Norweger laut übereinstimmenden Medienberichten zu einem vergleichsweisen 'Schnäppchen'. Auf dem freien Markt jedenfalls würde der BVB mit Sicherheit mehr kassieren als die zuletzt kolportierten maximal 90 Millionen Euro. Durch die Bewegungen auf dem Transfermarkt in den vergangenen Wochen und kommenden Tagen hat sich der Anwärterkreis aber womöglich dezimiert.

Anwärter aus dem Rennen

Der FC Chelsea wird nach Lukaku wohl kaum einen zweiten Mittelstürmer vom Formate Haalands verpflichten, und der Norweger wohl kaum in den Zweikampf mit dem Belgier treten wollen. Manchester City dürfte Ronaldo einen Vertrag vorlegen, der ihn über das Saisonende hinaus als Stammspieler ausweist. Längste Zeit galt Real Madrid als Favorit, neben Mbappe auch den BVB-Star zu verpflichten. Dabei war aber wohl die Ablösefreiheit des Franzosen ein entscheidender Punkt. Ob sich die Königlichen die Pakete aus Ablöse und Gehalt (zuzüglich einer dicken Provision für Haaland-Berater Mino Raiola) tatsächlich leisten können, bleibt fraglich.

ManUnited, Juventus, Bayern?

Drei naheliegende Anwärter auf die Verpflichtung von Haaland sind damit womöglich frühzeitig aus dem Spiel. Übrig bleiben in erster Linie Manchester United, womöglich Juventus. Und ganz vielleicht der FC Bayern, der allerdings sein sorgsam gepflegte Gehaltshygiene für Haaland über Bord werfen müsste und in Robert Lewandowski einen der verdientesten Profis der Klubhistorie vor den Kopf stoßen würde. ManUnited galt zuletzt ohnehin schon als ernste Option, der englische Rekordmeister kann unter anderem mit Cheftrainer Ole Gunnar Solskjaer punkten, der Haaland bereits in Norwegen unter den Fittichen hatte. Juventus spart sich nun wohl das riesige Gehalt von Ronaldo und unterhält beste Geschäftsbeziehungen zu Raiola. Ob die italienische Serie A für den BVB-Torjäger allerdings sonderlich reizvoll ist, sei dahingestellt. Übrigens: PSG wurde bei Haaland bisher nie als ernsthafte Option betrachtet ...

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Lars Pollmann  
27.08.2021