Leverkusen findet keinen Ausweg aus der Krise

Rolfes macht Druck: "Das ist auf gar keinen Fall unser Anspruch"

Leverkusens Sportdirektor Simon Rolfes fordert den Turnaround. Foto: Imago
Leverkusens Sportdirektor Simon Rolfes fordert den Turnaround. Foto: Imago

Bayer Leverkusen belegt in der Rückrundentabelle Platz dreizehn. Die Werkself droht nach der erfolgreichen ersten Saisonhälfte einen Europapokalplatz zu verspielen. Sportdirektor Simon Rolfes nimmt die Mannschaft samt Trainer Peter Bosz in die Pflicht und kann sich ein Jahr ohne internationalen Wettbewerb nicht vorstellen.

Bis zum zwölften Spieltag führte Bayer Leverkusen die Bundesliga-Tabelle an, ehe der FC Bayern die Werkself im direkten Duell am 13. Spieltag mit einem 2:1-Sieg vom Thron stieß. Die Niederlage war ein Wirkungstreffer, seither gewann Leverkusen wettbewerbsübergreifend vier von 16 Pflichtspielen. Der Auswärtssieg bei Borussia Mönchengladbach am 24. Spieltag (1:0) sollte den Bock wieder umstoßen, nur eine Woche später kassierte die Mannschaft von Peter Bosz allerdings eine 1:2-Niederlage gegen Arminia Bielefeld. 

Rolfes schlägt Alarm

Leverkusen ist auf den sechsten Tabellenplatz abgerutscht, hat nach dem 25. Spieltag vier Punkte Rückstand auf die Champions-League-Plätze und nur zwei Punkte Vorsprung auf den Siebtplatzierten 1. FC Union Berlin. Die Sorge, das internationale Geschäft zu verpassen, wird immer größer. Sportdirektor Simon Rolfes nimmt daher im Interview mit der Bild-Zeitung die Mannschaft in die Pflicht: "In so einer Situation müssen alle Spieler Haltung zeigen, Aggressivität, einen klaren Willen. Die Spieler sind gefordert – einzeln und als Mannschaft." Auch Trainer Peter Bosz, der weiterhin die Rückendeckung der Verantwortlichen genießt, sei jetzt gefragt: "Der Trainer muss die richtigen Schlüsse aus dem Spiel gegen Bielefeld ziehen und mit den Spielern Lösungen für Berlin finden – das ist jetzt die wichtigste Aufgabe."

Verpassen des Europapokals "nicht vorstellbar"

Letztmals verpasste Bayer 04 in der Saison 2016/17 einen Europapokalplatz, Tayfun Korkut führte die Mannschaft nach der Entlassung von Roger Schmidt auf den zwölften Tabellenplatz. Trotz des laufenden Negativtrends ist die Mannschaft laut Rolfes zu gut aufgestellt, um nicht unter den Top Sechs zu landen: "Mit unserem Kader ist trotz der vielen Ausfälle ein Jahr ohne Europa nicht vorstellbar. Das ist auf gar keinen Fall unser Anspruch." Sollte dieses Szenario dennoch eintreffen, könnte sich der Kader im Sommer verändern: "Es hätte natürlich Auswirkungen auf unsere Kaderplanung", so Rolfes. 

Florian Bajus  
17.03.2021

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