Juristisches Tauziehen um den Verteidiger

Röttgermann: In Sachen Ayhan "liegt der Ball nicht bei uns"

Ayhan wartet weiter auf die Klärung seiner Zukunft. Foto: RONNY HARTMANN/AFP via Getty Images
Ayhan wartet weiter auf die Klärung seiner Zukunft. Foto: RONNY HARTMANN/AFP via Getty Images

Der Monat ist beinahe zur Hälfte um und noch immer gibt es keine Klarheit über die Zukunft von Kaan Ayhan. Ende Juli lief dessen Ausstiegsklausel bei Fortuna Düsseldorf ab. US Sassuolo ist der Ansicht, die geforderte Summe rechtzeitig bereitgestellt zu haben. Thomas Röttgermann und Co. bestreiten dies weiterhin.

"Die Situation ist nach unserer sicheren Einschätzung eindeutig", zitiert die Westdeutsche Zeitung den Vorstandsvorsitzenden der Rheinländer. Es sei "nachweislich nicht der Fall", dass die Italiener die vertraglich fixierten Parameter fristgerecht erfüllt haben. "Also liegt der Ball nicht bei uns", so Röttgermann. Im Hintergrund haben beide Seiten juristischen Beistand zurate gezogen, Fortuna zahlte die Ablösesumme vorsorglich schon zurück. Eigentlich ist Düsseldorf aber auf Einnahmen angewiesen, um selbst tätig werden zu können. Dies war laut der Bild-Zeitung auch der Grund, warum Ayhan überhaupt bei Sassuolo landete.

"Ohne dass ihn eine Schuld trifft"

Und nicht bei Top-Klub AS Rom, der die Ablöse erst zu einem späteren Zeitpunkt überweisen wollte. Der Verteidiger ist der große Leidtragende, darf nicht mit seinem neuen Klub trainieren, verweigert aber auch eine Rückkehr zur Fortuna. "Er ist, ohne dass ihn eine Schuld trifft, in einer misslichen Situation", sagt Röttgermann, der laut des Boulevardblatts aber von Ayhan selbst als Schuldiger ausgemacht wird. "Wir müssen selbstverständlich auf die Akzeptanz der Inhalte geschlossener Verträge bestehen", betont der Chef. Und so hält das Tauziehen wohl auch in die zweite Hälfte des Monats hinein an.

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Lars Pollmann  
14.08.2020