Brasilianer bietet sich selbst an

Rösler: "Wir haben die Verpflichtung von Raffael definitiv nicht diskutiert"

Raffael wird wohl kaum Sturmpartner von Rouwen Hennings bei Fortuna. Foto: PATRIK STOLLARZ/AFP via Getty Images
Raffael wird wohl kaum Sturmpartner von Rouwen Hennings bei Fortuna. Foto: PATRIK STOLLARZ/AFP via Getty Images

In Zeiten der Corona-Pandemie haben vereinslose Profis aktuell einen schweren Stand. Die meisten Klubs sind eher darauf aus, ihre Aufgebote zu verringern, als Spieler hinzuzunehmen. Raffael versuchte nun, die Geschicke in die eigene Hand zu nehmen und bot sich bei Fortuna Düsseldorf an.

Gegenüber der Bild-Zeitung sagte der am Saisonende bei Borussia Mönchengladbach verabschiedete Offensivspieler, er könne sich ein Engagement beim Absteiger "super vorstellen". Für den 35-Jährigen liegt der Reiz in der örtlichen Nähe zu Gladbach. Seine Familie müsste Raffael nicht entwurzeln, um seine letzten ein oder zwei Jahre als Profi zu absolvieren. Ein ambitionierter Zweitligist wie Fortuna wäre auch sportlich wohl eine geeignete Kragenweite für den Routinier. Das Problem an der Sache. Er rennt nicht eben offene Türen ein. "Wir haben über eine Verpflichtung von Raffael definitiv nicht diskutiert", sagt etwa Uwe Rösler gegenüber der Rheinischen Post.

"Aktuell sicher nicht"

Der Cheftrainer von Fortuna hat gerade im Angriff aktuell keinen Handlungsbedarf. Mit Rouwen Henning, Kenan Karaman, Dawid Kownacki und Leih-Rückkehrer Emmanuel Iyoha ist Düsseldorf in der Offensive beinahe luxuriös besetzt. "Ob wir zum Ende der Vorbereitung hin vorn vielleicht doch noch mal schauen, werden wir sehen. Aktuell sicher nicht", bestätigt auch Uwe Klein. Der Sportchef sucht für Rösler aktuell auf ganz anderen Positionen. Hinten links und in der Abwehrzentrale drückt der Schuh. So komfortabel ein Wechsel nach Düsseldorf für Raffael auch wäre, der Klub hat offenkundig andere Pläne.

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Lars Pollmann  
31.07.2020