Kein Karriereende

Rode will Königsklasse "auf jeden Fall noch miterleben"

Rode hat sich mit seinem Turban unsterblich gemacht. Foto: Getty Images
Rode hat sich mit seinem Turban unsterblich gemacht. Foto: Getty Images

Unter den vielen Helden des Europapokal-Triumphs von Eintracht Frankfurt sticht Sebastian Rode nochmal hervor. Der Kapitän der Hessen kämpfte sich trotz einer Wunde am Kopf aus den Anfangsminuten des Endspiels gegen die Rangers aus Glasgow durch die Partie und durfte an ihrem Ende den Pokal als erstes in Empfang nehmen.

Es ist der fast schon märchenhafte Abschluss einer persönlich bisweilen schwierigen Saison des 31-Jährigen, der wegen Verletzungen zum Beispiel nur die Hälfte der 34 Bundesliga-Spiele auf dem Platz mitgemacht hat. Der Idee, er könne seine Laufbahn auf diesem Höhepunkt beenden, schiebt Rode aber schnell einen Riegel vor. "Sie meinen den Gedanken: 'Wenn wir das Ding holen, was soll dann noch kommen?' Ich sage Ihnen, was noch kommt: die Champions League mit Eintracht Frankfurt", erklärt der Mittelfeldmann im Interview mit Bild am Sonntag.

"Dieser Gedanke ist ganz schnell wieder verschwunden"

"Und deshalb ist dieser Gedanke ganz schnell wieder verschwunden. Das will ich auf jeden Fall noch miterleben", so der Eintracht-Kapitän. Rode ist einer von wenigen Frankfurt-Profis, die bereits Erfahrungen im wichtigsten Klubwettbewerb der Welt gemacht haben. Mit dem FC Bayern und Borussia Dortmund hat er zwölf Spiele in der Königsklasse absolviert. Als Spielführer der SGE wird es aber nochmal eine ganz andere Erfahrung werden. "Du darfst nicht vor Ehrfurcht erstarren. Wir sind schon mal in Lostopf eins, da gehst du einigen Hochkarätern aus dem Weg", betont Rode.

"Damit dann nicht wieder die Bundesliga so drunter leidet"

Der Europa-League-Sieger braucht aus seiner Sicht "auf jeden Fall noch mehr Qualität, damit dann nicht wieder die Bundesliga so drunter leidet". In der laufenden Saison hatte die Eintracht den Fokus auf den internationalen Wettbewerb gelegt und so im Liga-Alltag nur Platz elf erreicht. In der Rückserie holte die SGE gar nur 15 Punkte. "Der Grundstein wurde bereits gelegt, es werden uns einige neue Spieler verstärken", sagt Rode. "Und jetzt, mit ein paar Millionen mehr sollte da auch noch was zu finden sein auf dem Transfermarkt." Zudem kann Eintracht Frankfurt weiter auf den Kapitän setzen, der sich mit seinem Turban im Endspiel von Sevilla im Gedächtnis jedes Fans verewigt haben dürfte.

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Lars Pollmann  
22.05.2022