In der Tradition von Seeler und Co.

"Riesen-Ehre": "Sprachrohr" Leibold über sein Kapitänsamt

Leibold trägt die Binde mit großem Stolz. Foto: Imago
Leibold trägt die Binde mit großem Stolz. Foto: Imago

Der Hamburger SV grüßt während der Länderspielpause von der Tabellenspitze in Liga zwei. Den Rothosen ist unter Neu-Trainer Daniel Thioune ein hervorragender Start in die Saison geglückt. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass Tim Leibold an ihrem Ende die Meisterschale als erster in die Lüfte recken darf.

Der Linksverteidiger hat sich im ausgedehnten Kapitäns-Casting beim HSV durchgesetzt. Thioune probierte in der Saisonvorbereitung mehrere Varianten aus, letztlich fiel die Entscheidung auf den wohl stärksten Spieler der Vorsaison bei den Hanseaten. "Es ist eine Riesen-Ehre", sagt Leibold gegenüber der Bild-Zeitung zu seinen ersten Monaten als Spielführer. Immerhin steht der 26-Jährige nun in der Tradition von etwa Uwe Seeler, Felix Magath oder Horst Hrubesch. 

"Das Sprachrohr der Mannschaft"

"Alles ist natürlich einen Tick intensiver geworden. Ich bin das Sprachrohr der Mannschaft zum Trainer und zurück. Wenn ein Thema auf der Seele brennt, werde ich vermitteln", sagt Leibold. Eine große Veränderung in seiner Persönlichkeit verzeichnet der gebürtige Schwabe allerdings nicht. Er sei schon immer ein Profi gewesen, dem die Atmosphäre innerhalb der Mannschaft sehr wichtig gewesen sei. "Logischerweise habe ich jetzt mit meinem neuen Amt mehr Verantwortung", betont Leibold aber.

"Noch größere Qualität in der Spitze"

Wirklich interessant wird es als Kapitän wohl bei der ersten Krise, die auf den HSV in dieser Saison noch nicht zugekommen ist. Aktuell herrscht eine positive Grundstimmung, was auch an der guten Moderation von Thioune liegt. "Wir haben im Team noch eine größere Qualität in der Spitze als in der vergangenen Saison", sagt Leibold. "Der Coach braucht für seine verschiedenen Spielsysteme dennoch alle Spieler im Kader und baut auch auf alle." Große Unzufriedenheit äußert sich da noch nicht, entsprechend muss Leibold auch noch keine Brandherde löschen.

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Lars Pollmann  
17.11.2020