BVB-Nachwuchskoordinator

Ricken: "Es ist eine tolle Aufgabe, jungen Menschen zu helfen"

BVB-Legende Lars Ricken zählt mit 44 Jahren schon zu den Dortmunder Urgesteinen. Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images
BVB-Legende Lars Ricken zählt mit 44 Jahren schon zu den Dortmunder Urgesteinen. Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Lars Ricken ist seit 1990 ein fester Bestandteil von Borussia Dortmund. Der geborene Dortmunder avancierte im BVB-Trikot vom Jugendspieler zum Publikumsliebling. Nach dem Ende der aktiven Laufbahn übernahm er 2008 die Aufgabe des Nachwuchskoordinators. Zuletzt wurde er zum 'Direktor Nachwuchsleistungszentrum' befördert. 

"Es ist eine tolle Aufgabe, jungen Menschen zu helfen", schwärmt der 44-Jährige über seine momentane Rolle bei Borussia Dortmund im Sportschau Club. Grundsätzlich ändere sich nicht so viel in Rickens täglichen Arbeit seit der Beförderung, die eine Vertragsverlängerung bis 2025 beinhaltete. "Es ist eine Wertschätzung meiner Person und meiner kompletten Abteilung. Wir haben in den vergangenen Jahren wirklich tolle Arbeit geleistet. Es zeigt wie wichtig die Jugendarbeit in der Vergangenheit war und welche immense Bedeutung sie in der Zukunft haben wird. Für mich war es immer wichtig, ganz tief verwurzelt in diesem Verein zu sein und möglichst lange für den BVB zu arbeiten."

Jugendarbeit hat sich professionalisiert

Seitdem der Schütze des von Fans zum 'Tor des Jahrhunderts' gewählten Treffers im Champions-League-Finale 1997 sich um die Jugend kümmert, hat sich vieles verändert. Der Verein hat in eine große Anzahl an Trainingsplätzen investiert. Hinzu kam eine Tribüne, damit Zuschauer Spielen der Jugendmannschaften beiwohnen können, außerdem Schulungs- und Freizeiträume. "Die komplette Infrastruktur hat sich geändert. Wir haben jetzt ein komplettes Trainingszentrum. Ich habe selbst noch auf Aschenplätzen trainiert. Heute haben wir beheizbare Kunstrasenplätze. Es wird auch mehr Geld in Personal investiert. Athletiktrainer, Rehatrainer, Pädagogen, Psychologen und Torwarttrainer arbeiten mittlerweile alle hauptamtlich", erklärt Ricken.

Unterstützung für Erfolg in allen Lebensbereichen

In den letzten Jahren haben Spieler wie Christian Pulisic, Felix Passlack, Jadon Sancho, Tobias Raschl und Giovanni Reyna den Sprung aus der Jugend zu den Profis geschafft. Aber Ricken unterstreicht, dass der Verein auch die Verantwortung trägt, junge Menschen so gut wie möglich auf andere Lebenswege fernab des Fußballs vorzubereiten: "Unser Anspruch ist es, dass wir jedem Spieler die Möglichkeit geben, der beste zu werden der er sein kann. Wir wollen den Spielern gewisse Werte mit auf den Weg geben. Damit sie, auch wenn sie nicht zum Profi werden, Erfahrungen und Werte wie Toleranz mitnehmen. Auch der schulische Bereich wird gefördert, damit sie auch in allen anderen Lebensbereichen Erfolg haben können."

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Stefan Buczko  
18.11.2020