Hertha BSC

"Richtung respektlos": Bobic verteidigt Boateng und Jovetic

Bobic steht zu seinen Routiniers. Foto: Imago
Bobic steht zu seinen Routiniers. Foto: Imago

Hertha BSC steht nach drei Spieltagen der neuen Saison als einziger Bundesligist noch punktlos da. Zuletzt sorgten bemerkenswerte Worte von Pal Dardai und ein unglücklicher Social-Media-Auftritt am Deadline Day für weiteren Zündstoff. Fredi Bobic stellt sich derweil vor seine routinierten Neuzugänge.

Wie die Süddeutsche Zeitung von einer Medienrunde am Donnerstag berichtet, ließ der neue Sportchef der Alten Dame einen Reporter gar nicht erst ausreden, der die physische Leistungsfähigkeit der beiden Ü30-Neulinge Kevin-Prince Boateng und Stevan Jovetic thematisierte. "Das ist frech, was Sie jetzt sagen. Das geht in Richtung respektlos", ärgerte sich Bobic der Tageszeitung zufolge über die Fragestellung.

"Die wissen, wie der Ball läuft"

Boateng und Jovetic seien durchaus in der Lage, "90 Minuten zu spielen, die wissen, wie der Ball läuft", erklärt der Hertha-Boss. Der Mittelfeld-Rückkehrer hatte am 2. Spieltag gegen den VfL Wolfsburg am Rücken verletzt ausgewechselt werden müssen, Jovetic stand nur im DFB-Pokal länger als 65 Minuten auf dem Platz. Dennoch herrscht bei Bobic die Überzeugung, das Duo könne dem Team helfen.

"Zwei Jahre nichts funktioniert"

"Wenn man ganz nüchtern und sachlich draufschaut", so der von Eintracht Frankfurt gekommene Geschäftsführer, sei das Transferfenster für Hertha BSC "sehr ordentlich gelaufen". Dass es aktuell viele Brandherde im Klub gibt, lässt den Ex-Nationalspieler noch recht entspannt zurück. "Wenn du in einen Verein kommst, in dem zwei Jahre nichts funktioniert hat, wirst du nicht innerhalb von zwei Monaten die Ruhe haben", erklärt Bobic mit schönem Gruß an seine Vorgänger.

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Lars Pollmann  
03.09.2021