Hinter Leverkusen und Köln

Rheinland-Ranking: Deshalb muss Gladbach den Absturz auf Platz drei fürchten

Im ersten direkten Rheinland-Duell dieser Saison musste sich Gladbach-Trainer Adi Hütter (r.) gegen Gerardo Seoane und Bayer Leverkusen geschlagen geben.
Im ersten direkten Rheinland-Duell dieser Saison musste sich Gladbach-Trainer Adi Hütter (r.) gegen Gerardo Seoane und Bayer Leverkusen geschlagen geben. (Foto: imago)

Die Saison ist noch jung, die Tabelle hat noch wenig Aussagekraft. Dennoch ist festzuhalten, dass Borussia Mönchengladbach aktuell hinter den Lokal-Rivalen Bayer 04 Leverkusen und auch hinter dem 1. FC Köln positioniert ist. Laufen die Fohlen Gefahr, nur noch dritte Kraft im Rheinland zu sein?

Aus dem Borussia Park berichtet fussball.news-Reporter Tom Jacob

Teams aus Nordrhein-Westfalen stellen in der Regel die meisten Klubs in der Bundesliga. Das Rheinland war in den vergangenen zehn Jahren meist mit drei bis vier Teams im deutschen Oberhaus vertreten. Borussia Mönchengladbach konnte im lokalen Ranking mit den Rivalen aus Köln, Leverkusen und Düsseldorf seit der Saison 2011/12 stets einen der ersten beiden Plätze einnehmen. In der Saison 2019/20 stellte die Borussia noch die beste Mannschaft aus dem Rheinland, letztmals "nur" dritte Kraft war der Raute-Klub in der Spielzeit 2010/11, als er Platz 16 belegte und erst in der Relegation den Klassenerhalt sicherte. Nun, zehn Jahre später, muss Gladbach fürchten, wieder hinter gleich zwei rheinischen Rivalen zu landen.

Nummer eins? Hütter: „Das ist eine Wunschvorstellung"

Bayer Leverkusen landete seit 2011 insgesamt siebenmal vor Gladbach in der Tabelle, und auch in dieser Saison startete die Werkself mit ihrem neuen Trainer Gerardo Seoane besser. Natürlich ist der Ausgang in dieser Spielzeit noch offen, aber es ist davon auszugehen, dass Leverkusen auch in diesem Jahr wieder im Rheinland-Ranking Platz eins anstrebt. „Nach vier Spieltagen etwas zu bilanzieren finde ich sehr, sehr früh“, verwies Gladbach-Trainer Adi Hütter darauf, dass am Ende abgerechnet wird. Auch der Österreicher will mit seinem Team das Bestmögliche rausholen und dabei vor den Konkurrenten stehen. „Das ist natürlich eine Wunschvorstellung, der wir versuchen, nachzukommen“, so Hütter auf fussball.news-Nachfrage.

Köln diese Saison auf Augenhöhe?

Fürchten muss der 51-Jährige in diesem Jahr aber auch den 1. FC Köln. Der neue Geißböcke-Trainer Steffen Baumgart emotionalisiert sein Umfeld, die Domstädter zählen mit sieben Punkten nach vier Spieltagen zu den Überraschungen der neuen Saison und könnten damit womöglich Gladbach einen der ersten beiden Ligaplätze innerhalb des Rheinlandes streitig machen. Bereits Hütter-Vorgänger Marco Rose bekam als Fohlen-Coach massiven Fan-Ärger, nachdem Gladbach gegen Köln in der vergangenen Saison deutlich verloren hatte. Unter anderem wurde ihm bei der Wahl seiner Aufstellung vorgeworfen, die Ernsthaftigkeit des Derbys nicht erkannt zu haben.

Hütter will zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen

Bis zum nächsten direkten Duell dauert es noch ein wenig, die Elf vom Niederrhein reist erst am 27. November nach Köln. Doch im kleineren der beiden Derbys, das gegen Leverkusen, ist Gladbach in dieser Saison schon mit 0:4 unter die Räder gekommen. „Da haben wir uns sehr dünn gezeigt. Aber das ist eben auch eine Mannschaft, die Qualität hat und um die Champions League mitspielt“, erklärte Hütter. Im Idealfall gelingt ihm am Ende der Saison, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Gladbach in den internationalen Wettbewerb führen und dabei die Lokal-Rivalen aus Leverkusen und Köln hinter sich zu lassen.

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Tom Jacob  
16.09.2021