Bitterer Moment

Reus spricht über sein WM-Aus 2014: "Ich war enttäuscht und traurig"

Marco Reus erlebte 2014 einen schmerzhaften Moment.
Marco Reus erlebte 2014 einen schmerzhaften Moment. Foto: Getty Images

Marco Reus hat in seiner Karriere einige schwere Verletzungen erlitten. Doch ein Moment war besonders bitter: Das Aus vor der Weltmeisterschaft 2014. Der Offensivmann von Borussia Dortmund blickt zurück.

Es war das letzte Testspiel vor der Weltmeisterschaft 2014: Deutschland spielte gegen Armenien, siegte 6:1 - und verlor kurz vor der Reise nach Brasilien einen Hoffnungsträger. Marco Reus agierte in Topform, doch ein leichter Zweikampf sorgte für die Hiobsbotschaft: Teilriss des vorderen Syndesmosebandes oberhalb des linken Sprunggelenkes - und das Aus für die WM.

"Gleich gemerkt, dass etwas nicht stimmt"

"Ich habe gleich im Spiel gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Es hat geknackst und dann hat es nicht lange gedauert, bis der Fuß geschwollen war. Das ist nie ein gutes Zeichen", erklärte der Offensivmann von Borussia Dortmund beim neuen Sky-Format Meine Geschichte. Nach einem MRT hatten sich die Befürchtungen bestätigt: "Ich habe mit den Ärzten zusammengesessen und sie haben mir gesagt, dass es ein Syndesmosebandriss und ich lange raus bin."

Reus war "enttäuscht und traurig"

Reus hatte keinen Wutausbruch, andere Gefühle standen im Vordergrund: "Ich war enttäuscht und traurig. So herausgerissen zu werden ist heftig." Das Bild, als Mario Götze das Reus-Trikot nach dem Titelgewinn in die Kamera hielt, sah der Profi erst in den kommenden Tagen: "Ich habe das nicht mitbekommen, weil ich schon im Bett lag."

Nach dem WM-Finale direkt ins Bett

Er habe das Endspiel gegen Argentinien (1:0) zwar gesehen und sich über den Erfolg gefreut. Danach aber habe er sich hingelegt: "Ich habe einen Film angemacht und habe dann auch gut geschlafen." Doch es war wohl der bewegenste Moment in dessen Karriere.

Christopher Michel  
20.09.2020