Wilder Sieg in Leverkusen

"Kriegen zu viele und zu leichte Gegentore" - Reus hadert mit BVB-Defensive

Marco Reus (r.) hat das Dortmunder Verhalten gegen den Ball kritisiert. Foto: Imago.
Marco Reus (r.) hat das Dortmunder Verhalten gegen den Ball kritisiert. Foto: Imago.

Borussia Dortmund hat nach rasanten 90 Minuten mit 4:3 gegen Bayer Leverkusen gewonnen. Während der 90 Minuten musste die Elf von Marco Rose dreimal einen Rückstand aufholen. Kapitän Marco Reus prangerte im Nachgang das Verhalten gegen den Ball an und bemängelte fehlende Kompaktheit. 

Moussa Diaby (9.), Patrik Schick (45.+1) und erneut Diaby (55.) brachten Bayer Leverkusen am Samstagnachmittag jeweils gegen Borussia Dortmund in Führung. Erling Haaland (37.), Julian Brandt (49.) und Raphael Guerreiro (71.) stellten den Spielstand allerdings wieder auf Null, ehe Haaland in der 77. Minute das entscheidende 4:3 für den BVB erzielte.

Reus: "Zu viel Auf und Ab"

Marco Reus ist mit den drei Punkten zufrieden, nicht aber mit dem wilden Spielverlauf: "Es waren wilde 90 Minuten, die wir uns so nicht vorgestellt haben. Es war zu viel Auf und Ab", kritisierte der Kapitän die Dortmunder Mannschaftsleistung bei Sky. Allen voran das Verhalten gegen den Ball hat Reus missfallen: "Wir waren nicht kompakt genug, haben einfache Gegentore bekommen. Wir können nicht immer vier oder drei Tore schießen. Das betrifft aber nicht nur die Defensive, sondern unsere ganze Mannschaft, weil wir nicht kompakt stehen. Wir kriegen zu viele und zu leichte Gegentore."

"Das wollen wir natürlich nicht"

Darüber hinaus habe man das Umschaltverhalten nach Ballgewinnen als Leverkusener Stärke ausgemacht, jedoch kein Mittel dagegen gefunden: "Leverkusen war bekannt dafür, dass sie nach Ballgewinn auf Konter spielen. Sie haben in der ersten Halbzeit sechs, sieben Möglichkeiten über Kontersituationen gehabt", bemängelte Reus, der resümierte: "Am Ende gewinnen wir es, aber es hat sehr, sehr viel Kraft gekostet. Das wollen wir natürlich nicht."

Florian Bajus  
11.09.2021