BVB siegt in Leverkusen

Reus über Elfmeter-Debatte: "Der Schiedsrichter hat gepfiffen, von daher ist es einer"

Marco-Reus äußerte sich zur Elfmetersituation in Leverkusen. Foto: Imago.
Marco-Reus äußerte sich zur Elfmetersituation in Leverkusen. Foto: Imago.

Borussia Dortmund hat in einem rasanten Bundesligaspiel mit 4:3 gegen Bayer Leverkusen gewonnen. Lizenzspielerleiter Sebastian Kehl war mit dem Ergebnis zufrieden. Für Marco Reus war unterdessen der Strafstoß zum 4:3 berechtigt.

"Es war bis zum Schluss spannend, wir haben es aber auch spannend gemacht. Wir waren die deutlich bessere Mannschaft, haben die deutlich besseren Möglichkeiten gemacht, mussten aber immer zurückkommen", sagte Lizenzspielerleiter Sebastian Kehl nach dem Schlusspfiff bei Sky. Bereits nach neun Minuten ging Bayer Leverkusen durch Moussa Diaby in Führung, Erling Haaland erzielte auf der anderen Seite in Minute 37 den Ausgleich für Borussia Dortmund. Zwar besorgte Patrik Schick in der Nachspielzeit die Pausenführung für die Bayer-Elf, in Minute 49 erzielte Julian Brandt allerdings den erneuten Ausgleich. Das zwischenzeitliche 3:2 durch Diaby (55.) wurde von einem direkten Freistoß von Raphael Guerreiro gekontert (71.), in der 77. Minute traf Haaland schließlich per Foulelfmeter zum entscheidenden 4:3 für die Dortmunder Borussia.

Kehl über Elfmeter: "Unnötig von ihm"

Angesprochen auf die Entstehung des Elfmeters, den Odilon Kossounou mit einem Schlag ins Gesicht von Marco Reus verursacht hatte, sagte Kehl: "Es ist unnötig von ihm, Marco so einen Schlag zu geben. Ich sehe es das erste Mal. Den Elfmeter kann man geben." Auch in den Augen von Reus war der Strafstoß berechtigt: "Ich wollte noch an den Ball kommen. Mein Gegenspieler versucht, ihn abzuschirmen. Ich versuche, von außen zu kommen. Dann trifft er mich mit dem Ellbogen", sagte der Kapitän und ergänzte: "Ein richtiger Schlag ist es meiner Meinung nach nicht. Was soll ich machen? Er trifft mich, ich spüre es, deswegen gehe ich zu Boden. Der Schiedsrichter hat Elfmeter gepfiffen, von daher war es einer."

Torreiche Spiele mit BVB-Beteiligung

Vor dem Top-Spiel zwischen RB Leipzig und dem FC Bayern springt der BVB vorübergehend auf den zweiten Tabellenplatz. Die Mannschaft von Marco Rose stellt mit 13 Toren die bisher beste Offensive der Bundesliga, kassierte auf der anderen Seite jedoch neun Gegentore - mehr haben vor dem Abschluss des vierten Spieltags nur Hertha BSC (10) und Greuther Fürth (11) hinnehmen müssen.

Florian Bajus  
11.09.2021