Nerven nicht immer im Griff

Rettig blickt zurück: "Strafen ohne Ende wegen Tuchel"

Thomas Tuchel gibt bei PSG die Richtung vor.
Thomas Tuchel gibt bei PSG die Richtung vor. Foto: Getty Images

Thomas Tuchel steht vor dem wichtigsten Spiel seiner Trainerkarriere. Paris Saint-Germain trifft im Champions League-Finale auf den FC Bayern München. Andreas Rettig blickt auf gemeinsame Zeiten beim FC Augsburg zurück.

Wer Thomas Tuchel während der 90 Minuten beobachtet, der sieht einen engagierten, emotionalen - und durchaus auch mal wütenden und hadernden Trainer. "Thomas konnte seinen Spielern zwar wunderbar Pass- und Laufwege erklären, aber leider meinte er auch, in der Landesliga den Schiedsrichtern erklären zu müssen, wie sie zu pfeifen haben", blickte Andreas Rettig bei BamS auf die gemeinsame Zeit beim FC Augsburg zurück.

Rettig musste viele Strafen wegen Tuchel bezahlen

Der heutige Coach von Paris Saint-Germain steht vor dem Champions League-Finale gegen den FC Bayern München im Fokus. Bei den Fuggerstädtern war er von 2005 bis 2008 als U19- und U23-Coach tätig. Rettig erklärte: "Der Bayerische Landesverband brummte uns Strafen ohne Ende auf, sodass ich irgendwann sagte: 'Thomas, wenn das so weitergeht, ziehen wir dir das von deinem kargen Lohn ab."

Manche Spieler waren genervt

Der frühere Manager der Augsburger hob dessen Ehrgeiz hervor: "Schon damals spürte man, dass er brannte und unbedingt Erfolg haben wollte." Für den einen oder anderen Spieler sei dies "sicher nervig" gewesen, "aber das waren meist auch die, die sich gern weggeduckt haben." Tuchel ließ sich von seinem Weg deshalb nicht abbringen: "Ihm war das eh egal, der hat schon damals sein Ding durchgezogen." Gegen die Münchner könnte sich Coach nun krönen.

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Christopher Michel  
23.08.2020