Warnung an FC Bayern

Reschke: Lewy-Hickhack "kann die Balance im Team gefährden"

Ein Verbleib von Lewandowski böte Konfliktpotenzial. Foto: Getty Images
Ein Verbleib von Lewandowski böte Konfliktpotenzial. Foto: Getty Images

Der FC Bayern wird unter der neuen Woche mit Sadio Mane einen neuen Top-Star präsentieren. Der Transfer des Angreifers vom FC Liverpool gilt als gesichert. Der erste große Domino ist damit gefallen. Beim zweiten, der auf den Namen Robert Lewandowski hört, sind die Ansichten der Parteien weiter kaum zu vereinen. Michael Reschke warnt vor einer Eskalation.

"Die Situation ist total schwierig zu lösen. Robert besitzt natürlich eine wahnsinnige Strahlkraft innerhalb der Mannschaft", so der frühere Technische Direktor des Rekordmeisters gegenüber der Münchner tz. "Wenn er um jeden Preis wechseln will und dies auch bis zum Ende der Transferperiode in der Kabine zum Ausdruck bringt, dann kann dies die Balance im Team gefährden", erklärt Reschke. Gerade für Julian Nagelsmann sei es eine diffizile Lage, weil ein unzufriedener Star wie Lewandowski die Stimmung in der Kabine nachhaltig beeinflussen kann.

"Nur auf den Vertrag zu pochen, reicht gewiss nicht"

"Im Falle eines Bayern-Verbleibs müssen mit Robert frühzeitig gemeinsame Vereinbarungen getroffen werden. Nur auf den Vertrag zu pochen, reicht gewiss nicht", sagt Reschke, ohne dabei allerdings näher zu erläutern, was für Vereinbarungen er meint. "Es gilt wieder eine leistungsfördernde Basis innerhalb des Klubs, der Mannschaft und speziell auch in Zusammenhang mit Julian Nagelsmann zu finden." Den Trainer dürfen die Verantwortlichen des FC Bayern aus seiner Sicht dabei auf keinen Fall alleine lassen. Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic wären gefordert, damit die Causa Lewandowski keinen negativen Einfluss auf die Erfolgsaussichten hat. Noch ist freilich auch denkbar, dass die Bayern-Bosse dem Wunsch des Torjägers nachgeben und ihn bereits ein Jahr vor Vertragsende ziehen lassen, aller Voraussicht nach zum FC Barcelona.

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Lars Pollmann  
19.06.2022