Vorbereitung im Januar

Reizthema Katar: Bayern fliegt wohl weiter in die Wüste

Die Bayern fliegen 2023 wieder nach Doha. Foto: Getty Images
Die Bayern fliegen 2023 wieder nach Doha. Foto: Getty Images

Im Zuge der anstehenden Weltmeisterschaft in Katar liegt ein größerer internationaler Fokus auf der Menschenrechtslage im Golfstaat. Verstöße in dieser Richtung sind vielen Fans des FC Bayern schon seit Jahren ein Dorn im Auge, wenn es um das Sponsoring ihres Herzensklubs durch die Fluggesellschaft Qatar Airways geht.

Nicht nur arbeitet der Rekordmeister so dabei mit, das Image des Wüstenstaats aufzupolieren, sondern die Münchner machen auch noch gewaltig Kasse. 25 Millionen Euro pro Jahr soll der Klub dem Vernehmen nach kassieren. Das nach außen hin deutlichste Zeichen der Partnerschaft besteht seit Jahren in Reisen zu Trainingslagern am Golf, die zuletzt wegen der Corona-Pandemie ausgefallen waren. Nun berichtet Sport Bild, dass die Bayern zur Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte der laufenden Spielzeit, also kurz nach Ende der WM in Katar, wieder dorthin reisen werden.

Mindestens eine Woche Vorbereitung

Ab dem 05. Januar 2023 verbringt der Tross des FC Bayern dem Magazin zufolge mindestens eine Woche im Emirat. Unzweifelhaft ist, dass die Reisegruppe dort beste Bedingungen vorfinden wird, weshalb laut des Berichts etwa das Trainerteam Feuer und Flamme für das so umstrittene Trainingslager sei. Unzweifelhaft ist ebenfalls, dass die neuerliche Reise den Vereinsoberen an der Basis viel Kritik einbringen dürfte. 2021 war eine Mitgliederversammlung an diesem Thema zur wilden Veranstaltung geworden, infolge derer die Verantwortlichen den Dialog mit Mitgliedern und Fans gesucht haben. 

Vertragsverlängerung gilt als wahrscheinlich

Dennoch gilt laut des Magazins als wahrscheinlich, dass der 2023 auslaufende Vertrag mit Qatar Airways verlängert wird und dementsprechend auch weiterhin die Trainingslager in der Wüste stattfinden werden. Offiziell wolle das bisher aber kein Bayern-Boss so sagen, was angesichts des allgemeinen Tenors in den Diskussionen um das Emirat durchaus nachvollziehbar scheint. Geplant ist demnach, dass zunächst eine Delegation des Klubs nach Katar reist und auch der Austausch mit Spitzenpolitikern gesucht wird, die zuletzt wegen der Energiekrise in Europa eine intensivere Zusammenarbeit mit dem Wüstenstaat angestrebt haben.

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Lars Pollmann  
21.09.2022