Schalke 04

Reis: "Ich wusste, dass der Weg nicht einfach wird"

Thomas Reis ist bei seiner Premiere auf Schalke als Verlierer vom Platz gegangen. Foto: Getty Images.
Thomas Reis ist bei seiner Premiere auf Schalke als Verlierer vom Platz gegangen. Foto: Getty Images.

Thomas Reis hat sein Debüt als Cheftrainer des FC Schalke 04 mit 0:2 gegen den SC Freiburg verloren. Nach den ersten Erkenntnissen will der 49-Jährige an den Schwachstellen ansetzen, doch er weiß um die Schwere der Aufgabe.

Am Donnerstag wurde Thomas Reis beim FC Schalke 04 vorgestellt, drei Tage später saß der Nachfolger von Frank Kramer und Matthias Kreutzer erstmals in der Veltins-Arena auf der Trainerbank. Königsblau empfing den SC Freiburg, der trotz der Dreifachbelastung in der Spitzengruppe der Bundesliga mitspielt und durch einen Doppelpack von Vincenzo Grifo gegen das Tabellenschlusslicht gewann. 

Reis: "Waren in Umschaltmomenten zu fahrlässig"

Viel konnte Reis in seinen ersten Tagen auf Schalke nicht bewirken, doch er legte den Fokus von Beginn an auf Konterfußball, wie Sebastian Polter nach Spielende erläuterte (fussball.news berichtete). Bezogen auf das Spiel gegen den Ball war der Coach mit den ersten 45 Minuten zufrieden, jedoch habe seine neue Mannschaft die Umschaltsituationen zu fahrig ausgespielt: "Wir haben bis auf das Gegentor ganz ordentlich verteidigt, da hast du eine Zwei-gegen-eins-Situation, aus der der Gegner nicht rauskommen darf. Selber waren wir in den Umschaltmomenten fahrlässig, der letzte Pass kam nicht, wir waren unsauber im Abschluss. Da wäre ein bisschen etwas möglich gewesen", analysierte Reis bei DAZN

Elfmeter "hätte man nicht entstehen lassen dürfen"

Der Elfmeter in der 61. Minute habe das Spiel endgültig pro Freiburg gekippt, zumal die Abwehrarbeit auch in dieser Szene unzureichend gewesen sei: "Wir decken nicht durch, lassen den Gegner ständig drehen, und dann war ein bisschen Übermut dabei. Das hätte man gar nicht entstehen lassen dürfen." Von seiner Mannschaft müsse "mit Sicherheit mehr kommen", betonte Reis, "in einigen Momenten war auch etwas Unsicherheit da, obwohl man den Pass ohne Bedrängnis hätte spielen können. Daran gilt es anzusetzen."

"Wir werden den Kopf nicht in den Sand stecken" 

In den Tagen bis zur WM-Pause und während des Turniers in Katar wartet viel Arbeit auf den Übungsleiter, der sich darauf bereits eingestellt hat. "Ich wusste, dass der Weg nicht einfach wird", sagte Reis, "man hat es heute gesehen." Doch "wir werden den Kopf nicht in den Sand stecken", kündigte der neue Hoffnungsträger an.

Florian Bajus  
31.10.2022