SC Freiburg

"Reden ein paar Minuten": So verlängert Streich seine Verträge

Streich gilt in Vertrags-Fragen als völlig unkompliziert. Foto: Getty Images
Streich gilt in Vertrags-Fragen als völlig unkompliziert. Foto: Getty Images

Christian Streich feiert in wenigen Tagen sein zehnjähriges Dienstjubiläum als Cheftrainer des SC Freiburg. Im Winter der Saison 2011/12 trat der Übungsleiter seinen Posten an, der ihm längst Kultstatus in der ganzen Bundesrepublik eingebracht hat. Demnächst dürfte der 56-Jährige seinen Vertrag einmal mehr verlängern.

Dem SWR hat Streich nun erklärt, wie einfach es sein kann, seinen Kontrakt als Bundesliga-Trainer zu verlängern. "Das ist unspektakulär. Da reden wir ein paar Minuten, und dann ist das passiert." Die enge Verbindung, die unter allen Verantwortlichen der Breisgauer besteht, macht es möglich. Aber auch die unkomplizierte Art von Streich selbst, der auch seinen Abschied aus Freiburg "in ein paar Minuten" regeln würde.

"Und dann kann ich gehen, mit einem guten Gewissen"

Dafür spricht aus seiner Sicht auch der Umstand, dass er beim Sportclub für eine Saison unterschreibt, wobei der Verein die Laufzeiten der Arbeitspapiere des Trainers nie veröffentlicht. "Man macht ein Jahr. Dann schaut man und entscheidet sich wieder. Und dann kann ich gehen, wenn dann irgendwann der Tag kommt, mit einem guten Gewissen und einer Klarheit. Oder der Verein sagt, sie müssten etwas verändern." Vorstellbar ist ein solches Szenario aktuell kaum, schließlich befindet sich Freiburg auf Kurs, zum vierten Mal in der Vereinshistorie im Europapokal zu spielen.

"Wenn ich das noch erleben dürfte ..."

"Sicherlich ist das in Freiburg eine ganz besondere Konstellation aufgrund der Menschen, die hier arbeiten. Das ist ein Punkt. Aber das Vertrauen kommt sicherlich auch daher, dass die Leute überzeugt sind, dass diese Konstellation gut ist", erklärt Streich. Das Vertrauen rühre daher, dass die Mannschaft immer wieder erfolgreich spielt und dabei ansprechenden Fußball zeigt. Der Trainer selbst macht angesichts der Chance auf europäische Fußballnächte auch keine Anstalten, den Posten aufzugeben. "Wenn das irgendwann mal wieder sein könnte, wenn ich das noch erleben dürfte, wäre es nochmal was ganz Besonderes", erinnert sich Streich gerne an seinen ersten Auftritt auf der großen Bühne. 2013/14 ging es in der Europa League unter anderem gegen den FC Sevilla.

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Lars Pollmann  
14.12.2021