Pokalsieger von 2001 und 2002

Ex-Keeper Reck: Deshalb liegt Schalke "meilenweit" vom Aufstieg entfernt

Oliver Reck (2.v.r., obere Reihe) gewann mit Schalke den DFB-Pokal.
Oliver Reck (2.v.r., obere Reihe) gewann mit Schalke den DFB-Pokal.

Oliver Reck spielte zwischen 1998 und 2004 für den FC Schalke 04 im Tor, später war er zwischen 2003 und 2006 in verschiedenen Funktionen als Trainer bei Königsblau tätig. Nun analysiert der Europameister von 1996 die Situation bei seinem Ex-Klub.

Schalke 04 rangiert auf Platz fünf der 2. Liga, zwei Punkte fehlen auf den SC Paderborn und Relegationsplatz drei. Allerdings bereitet der sportliche Negativtrend allen Beteiligten Sorge, zuletzt ging das Heimspiel gegen Darmstadt 98 mit 2:4 verloren. Nach der dritten Pflichtspiel-Niederlage in Folge kamen Mittelfeldspieler Rodrigo Zalazar sogar die Tränen. In gut einer Woche kommt es nun zum vermeintlichen Topspiel in der 2. Liga, der Bundesliga-Absteiger Werder Bremen empfängt die Leidensgenossen vom FC Schalke 04. Es ist formal das Duell zweier Aufstiegsaspiranten, die aber mit Platz acht und fünf nicht zufrieden sein können, denn das eindeutige Ziel lautet: Aufstieg in die Bundesliga!

"Komplett neue Mannschaft"

Oliver Reck, der jeweils zweimal mit Schalke (2001 und 2002) und Werder Bremen (1991 und 1994) den DFB-Pokal gewonnen hat, resümierte deshalb in der WAZ: "Schalke und Bremen sind derzeit noch meilenweit vom Aufstieg entfernt – das meine ich nicht nur mit Blick auf die Tabelle, sondern auch mit Blick auf die bisherigen Leistungen." Vor allem bei Schalke ging Reck ins Detail. Dem S04 fehle die Konstanz, so Reck, allerdings sei dies auch kein Wunder: "Schalke hat im Sommer eine komplett neue Mannschaft zusammengestellt. Dieser Truppe muss man vielleicht etwas mehr Zeit geben als der Konkurrenz."

Natürlich gönne er Schalke - ebenso wie Werder - den Aufstieg, auch die verpflichteten Spieler wie Danny Latza, Marius Bülter und Thomas Ouwejan seien "richtig gute Charaktere", dennoch, so betonte der 56-Jährige, müsse das Team positive Ergebnisse liefern, um dem besonderen Erwartungsdruck auf Schalke gerecht zu werden.

"Torwart muss einer Mannschaft ein Spiel gewinnen“

So sieht Reck offenbar auch eine Baustelle auf der Torwartposition. Ohne sich für den neuen Stammkeeper Martin Fraisl oder den erneut zum Ersatztorwart degradierten Ralf Fährmann auszusprechen, betonte Reck: "Ein guter Torwart muss einer Mannschaft auch mal ein Spiel gewinnen.“ Reck schloss seine Analyse dennoch zuversichtlich ab. Er denke, dass Schalke und Bremen "noch oben angreifen werden".

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Daniel Michel  
12.11.2021