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RB geschwächt? Kahn: "Sind eben ein sehr, sehr attraktiver Klub"

Kahn erklärt seine Haltung zu den Transfers aus Leipzig. Foto: Imago
Kahn erklärt seine Haltung zu den Transfers aus Leipzig. Foto: Imago

Nach dem späten Transfer von Marcel Sabitzer sieht sich der FC Bayern einmal mehr dem Vorwurf ausgesetzt, mit RB Leipzig gezielt einen Konkurrenten geschwächt zu haben. Die Idee haben Medien und so manche Vereinsvertreter schon über Jahrzehnte geformt, die heute Verantwortliche um Oliver Kahn weisen sie weit von sich.

"Wir haben klare Vorstellungen von Spielern oder Trainern, die wir gut finden und die wir über längere Zeit beobachten. Wenn sich die Möglichkeit auftut, sie bekommen zu können, versuchen wir, das möglich zu machen", erklärt der Vorstandsvorsitzende am Donnerstag anlässlich der Vorstellung von Sabitzer als neuem Bayern-Profi. Es gehe aber keineswegs darum, mit Leipzig einen Konkurrenten gezielt zu schwächen, auch wenn vor dem Österreicher schon Trainer Julian Nagelsmann und Abwehrchef Dayot Upamecano von Sachsen nach Bayern gewechselt waren.

"Immer daran denken, dass wir niemanden zwingen"

"Man sollte immer daran denken, dass wir niemanden zwingen. Weder einen Trainer, noch einen Spieler zwingen wir, zum FC Bayern zu kommen. Wir sind eben ein sehr, sehr attraktiver Klub und das zieht die Spieler zu uns", betont Kahn. Sportvorstand Hasan Salihamidzic pflichtet seinem früheren Mitspieler bei und erläutert, dass die Umstände in den drei genannten Situationen für einen Wechsel nach München sprachen. Sabitzer etwa sei aufgrund seiner Vertragssituation in Leipzig "auf dem Markt" gewesen.

"Versuchen, unsere Mannschaft gezielt zu verstärken"

Der Mittelfeldmann, den der FC Bayern "gebraucht" habe, um das System von Nagelsmann zu spielen, wie Salihamidzic hervorhebt, stand zuletzt nur noch bis Ende der laufenden Spielzeit bei RB unter Vertrag. Bekanntlich waren den Sachsen nur bei Upamecano wegen einer Ausstiegsklausel die Hände gebunden. "Wir zwingen keinen, sondern versuchen, unsere Mannschaft gezielt zu verstärken", erklärt Salihamidzic abschließend. "Das haben wir mit den drei Jungs gemacht."

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Lars Pollmann  
09.09.2021