Profis beleidigt

Rassismus-Vorfall bei Sieg von Milan in Cagliari

Am Spielende kam es zu einigen Tumulten auf dem Platz. Foto: Getty Images
Am Spielende kam es zu einigen Tumulten auf dem Platz. Foto: Getty Images

Die AC Mailand hat am Samstagabend auf dem Weg zum ersten Scudetto seit über einem Jahrzehnt einen weiteren wichtigen Schritt gemacht. Ein knapper Sieg bei Cagliari Calcio lässt die Rossoneri jetzt sechs Punkte vor Inter Mailand dastehen, dazwischen liegt die SSC Neapel drei Zähler hinter Milan. Der Sport rückte allerdings am Samstag einmal mehr in den Hintergrund.

Wie Trainer Stefano Pioli nach Abpfiff mitteilte, wurde Torhüter Mike Maignan rassistisch beleidigt, dies habe auch Innenverteidiger Fikayo Tomori bestätigt. Ein Tweet des französischen Schlussmanns legt dabei nahe, dass es sich um Affenlaute gehandelt haben könnte. Cagliari hat durchaus eine Historie, was rassistisch motivierte Beleidigungen von Anhängern anbelangt, in der jüngeren Vergangenheit wurde etwa Romelu Lukaku zu seiner Zeit bei Inter zum Opfer von Zuschauern auf Sardinien.

 

Spieltag war Rassismus-Bekämpfung gewidmet

Es ist ein Problem, das die Serie A bisher nur unzureichend anpackt, wobei es weniger an Aufmerksamkeit fehlt denn an wirksamer Aufarbeitung von Vorfällen. Ausgerechnet der aktuelle Spieltag wurde von der Liga derweil dem Kampf gegen Rassismus gewidmet; eine Ironie, die der AC Mailand in einem ersten Statement am Samstagabend nicht fernblieb. "Dieser Spieltag der Serie A wurde dem Kampf gegen Rassismus gewidmet, aber es ist noch ein langer Weg und wir müssen ihn alle miteinander begehen: #KeepRacismOut", hieß es auf dem Twitter-Kanal des Spitzenreiters.

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Lars Pollmann  
20.03.2022