Serie A

Rassismus-Eklat: Milan-Keeper Maignan teilt Statement

Mike Maignan wurde in Udine rassistisch angefeindet. Foto: Alessandro Sabattini/Getty Images
Mike Maignan wurde in Udine rassistisch angefeindet. Foto: Alessandro Sabattini/Getty Images

Der Profifußball wird erneut von einem Rassismus-Eklat erschüttert: Beim Serie-A-Spiel zwischen Udinese Calcio und der AC Mailand (2:3) verlässt Milan-Torhüter Mike Maignan nach Affenlauten zwischenzeitlich den Rasen. Nun meldet sich der Franzose mit einem Statement zu Wort.

Am Samstagabend kam es in Italien beim Spiel zwischen Udinese Calcio und AC Mailand zu rassistischen Anfeindungen der Heimfans gegen Mike Maignan. Der 28 Jahre alte Torwart verließ daraufhin nach 30 Minuten das Spielfeld, seine Teamkollegen folgten ihm. Die Partie wurde infolgedessen rund sechs Minuten unterbrochen. Konkret ging es um Affenlaute von den Rängen gegen den Mailänder Keeper. "Wer dieses Affengeschrei gegen mich macht, soll zu Hause bleiben. Wir Spieler müssen ein Zeichen setzen. Es ist nicht das erste Mal, dass das passiert", sagte Maignan nach Abpfiff bei Sky.

"Nicht das erste Mal, dass mir das passiert"

Am Sonntagvormittag hat Maignan über die Social-Media-Plattform X obendrein ein Statement abgesetzt. Dort schreibt er: "Es war nicht der Spieler, der angegriffen wurde. Es ist der Mann. Er ist der Vater der Familie. Dies ist nicht das erste Mal, dass mir das passiert. Und ich bin nicht der Erste, dem das passiert ist. Wir haben Pressemitteilungen, Werbekampagnen und Protokolle herausgegeben und nichts hat sich geändert."

Maignan fordert härteres Durchgreifen

Maignan appelliert an "das System" und dürfte sich damit vor allem auf die Verbände und in oberster Instanz die Politik beziehen. Man solle "Verantwortung übernehmen" und stärker durchgreifen, so der Franzose. Es könne laut ihm nicht sein, dass Täter in einer Gruppe eine gewisse Anonymität besäßen. Wer nicht dagegen handle, mache sich "mitschuldig". Abschließend schreibt Maignan: "Ich bin kein Opfer. Und ich möchte mich bei meinem Verein AC Mailand, bei meinen Teamkollegen, beim Schiedsrichter, bei den Udinese-Spielern und bei allen bedanken, die mir Nachrichten geschickt haben, die mich angerufen haben, die mich privat und öffentlich unterstützt haben. Ich kann nicht jedem antworten, aber ich sehe euch und wir stehen zusammen. Es ist ein schwieriger Kampf, der Zeit und Mut erfordert. Aber es ist ein Kampf, den wir gewinnen werden."

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Adrian Kühnel  
21.01.2024