Chefcoach

Rangnick: Hätte Nagelsmann nicht zu Bayern gehen lassen

Nagelsmann kostete die Bayern eine Rekordablöse. Foto: Getty Images
Nagelsmann kostete die Bayern eine Rekordablöse. Foto: Getty Images

RB Leipzig hat am Dienstagabend Real Madrid die erste Pflichtspielniederlage der Saison zugefügt und damit alle Chancen auf das Achtelfinale in der Champions League gewahrt. Für Marco Rose war es der größte Sieg seiner noch jungen Amtszeit bei den Sachsen. Geht es nach Ralf Rangnick, wäre der Posten für den Ex-Profi nie frei geworden, weil Julian Nagelsmann den Klub nicht verlassen hätte.

"Julian hatte keine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag. Wenn Leipzig gesagt hätte, wir diskutieren nicht mal darüber, hätte Bayern nichts machen können, Julian wäre auch geblieben. Leipzig war unter ihm sehr erfolgreich", erklärt der langjährige RB-Macher und heutige österreichische Nationaltrainer gegenüber Sport Bild. Ob es so einfach gewesen wäre, wie Rangnick sagt, sei dahingestellt. Immerhin hat Nagelsmann wiederholt erklärt, sich mit dem Wechsel zum FC Bayern einen Lebenstraum erfüllt zu haben.

"Ich hätte es nicht gemacht"

Dennoch legt sich Rangnick bei der Frage, ob Leipzig mit dem Verkauf des Trainers einen Fehler gemacht hat, fest: "Ich hätte es nicht gemacht". Die erste Saison ohne Nagelsmann verlief bekanntlich sehr wechselhaft, endete aber im ersten großen Titel für RB, das unter Domenico Tedesco den DFB-Pokal gewann. Im September musste er schon wieder den Hut nehmen, dafür kam Rose. Ihm traut Rangnick mit dem Kader der Sachsen eine Menge zu, selbst im Vergleich mit dem Rekordmeister.

"Ich sehe Leipzig mindestens auf Platz zwei"

"Natürlich ist der Kader des FC Bayern gut, aber auch nicht so ausgewogen, dass man sagen müsste: Dagegen hat Leipzig keine Chance!", so Rangnick. "Ich sehe Leipzig mindestens auf Platz zwei. Je nachdem, wie stabil sie diese Saison spielen, halte ich auch Platz eins nicht für ausgeschlossen." Aktuell liegt der Pokalsieger auf Rang acht sechs Punkte hinter den Bayern, die ihrerseits auf dem ungewohnten zweiten Platz der Bundesliga-Tabelle liegen.

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Lars Pollmann  
26.10.2022