Conference League

Randale in Nizza: FC-Spiel vor Absage?

In Nizza kam es zu schweren Ausschreitungen auf den Tribünen. Foto: Getty Images
In Nizza kam es zu schweren Ausschreitungen auf den Tribünen. Foto: Getty Images

Der 1.FC Köln hat mit seiner fabelhaften Vorsaison und dem hart erkämpften Sieg über den Fehervar FC das Ticket zum Europapokal gelöst. Im ersten Spiel der Conference League sollte es am Abend gegen OGC Nizza gehen. Wegen Randalen im Stadion steht die Durchführung der Partie jedoch auf der Kippe.

"Leider verzögert sich der Anpfiff des Spiels aufgrund von gewalttätigen Ausschreitungen zwischen Personen aus beiden Fanlagern im Stadion und auf der Tribüne", ließ der FC via Twitter rund 20 Minuten vor dem geplanten Anstoß wissen. Zwischenzeitlich haben die Geißböcke bekanntgegeben, dass die Begegnung um 19:40 Uhr beginnen soll. Allerdings ist nicht gesichert, dass sie überhaupt ausgetragen wird. "Bei einem weiteren Zwischenfall wird das Spiel sofort abgebrochen", so die Botschaft der Domstädter, die wohl aus dem Sicherheitsmeeting mit der UEFA stammen dürfte.

Erschreckende Bilder aus dem Stadion

Über die sozialen Medien sind erschreckende Bilder von den Ausschreitungen zu sehen, darin prügeln sich maskierte Menschen, Pyrotechnik wird in Menschengruppen geworfen. Auch zwischen Hooligans und Ordnungskräften von Nizza ist es zu Zwischenfällen gekommen. Die Mannschaft des 1.FC Köln kann selbstverständlich nichts dafür und wird womöglich um die Früchte der Arbeit von mehr als einem Jahr gebracht.

Hector wendet sich an Zuschauer

Kapitän Jonas Hector hat dabei sogar im Rahmen seiner Möglichkeiten versucht, auf die Krawallmacher einzuwirken. Er richtete eine Durchsage an die Zuschauer, die der FC ebenfalls via Twitter verbreitet hat: "Wir haben richtig Bock, das Spiel mit euch zu bestreiten. Wir wollen auch, dass das Spiel stattfindet. Aber wir müssen sagen, dass wir sowas nicht gutheißen – wir sehen das gar nicht gern. Wir haben uns dafür letztes Jahr und in den Play-off-Spielen den Arsch aufgerissen. Und wir würden das sehr gerne mit euch machen, und deswegen bitte ich euch: behaltet die Nerven, bleibt ruhig, unterstützt uns so gut es geht. Das ist das, was der Verein auch will. Dass wir zusammenstehen und in Frieden einfach den Fußball feiern und nicht die Gewalt. Danke euch."

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Lars Pollmann  
08.09.2022