Für immer 'Vizekusen'?

Ramelow: "Glaube nicht, dass etwas großes erreicht werden kann"

Ramelow trug bis 2008 das Bayer-Kreuz auf der Brust. Foto: Vladimir Rys/Bongarts/Getty Image
Ramelow trug bis 2008 das Bayer-Kreuz auf der Brust. Foto: Vladimir Rys/Bongarts/Getty Image

In den Finalturnieren der Champions League und Europa League lässt es sich leicht rechnen. Drei Siege reichen ab dem Viertelfinale für den Triumph. Bayer Leverkusen muss noch einmal im Achtelfinale ran, kann sich gegen die Glasgow Rangers aber auch eine knappe Niederlage leisten. Carsten Ramelow sieht seinen Ex-Klub dennoch nicht als Favorit auf den Titel.

"Ich bin selbst gespannt, aber glaube nicht, dass etwas großes erreicht werden kann", so der Ex-Nationalspieler gegenüber der WAZ. Der 46-Jährige gehörte selbst zu den vielleicht besten Mannschaften der Geschichte von Bayer04, denen es aber nie gelang, einen Titel zu gewinnen. Aus dieser Zeit stammt das geflügelte Wort von 'Vizekusen'. Diesen Makel sieht Ramelow wohl weiterhin an der Werkself haften. "Leverkusen ist wie ein Überraschungsei", sagt er dazu. 

"Plötzlich geht es nach hinten los"

"Über Monate und Woche geht alles gut und dann kann es plötzlich nach hinten los gehen. Das kann immer passieren", meint der einstige Defensiv-Spezialist. In der Bundesliga verpasste Bayer04 so die Qualifikation zur Champions League, im DFB-Pokalfinale verkaufte sich die Elf von Peter Bosz gegen den FC Bayern zu lange unter Wert. Und in der Königsklasse, aus der sie nach der Vorrunde abgestiegen war, "hat die junge Mannschaft die Grenzen aufgezeigt bekommen", wie Ramelow formuliert. Im Viertelfinale würde mit Inter Mailand der neben Manchester United wohl schwerste Brocken auf Leverkusen warten, der noch im Turnier ist.

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Lars Pollmann  
06.08.2020