Trotz 10 Punkten Rückstand

Rabiot glaubt an Scudetto-Chance für Juventus

Rabiot hält den Titel noch immer für möglich. Foto: Getty Images
Rabiot hält den Titel noch immer für möglich. Foto: Getty Images

Juventus hat in der Serie A vor der WM-Pause sechs Zu-Null-Siege aneinandergereiht und sich so tabellarisch in das Verfolgerfeld hinter der aktuell enteilten SSC Neapel katapultiert. Zehn Punkte Rückstand auf die Süditaliener sind freilich immer noch eine Menge. Dennoch glaubt Adrien Rabiot weiter fest an die Chance auf den Scudetto.

"Mit Blick auf die Mannschaft habe ich nie Zweifel gehabt, dass wir um den Titel kämpfen können. Der Saisonstart war nicht leicht, weil wir so viele Verletzte hatten", meint der französische WM-Teilnehmer im Interview mit der Gazzetta dello Sport. Nach neun Spieltagen lag Juve auf Rang acht, seither haben sie wie Napoli alles gewonnen. "Sie hatten einen unglaublichen Start in die Saison. Aber auch sie werden manchen Punkt liegenlassen, und dann liegt es an uns, das auszunutzen", so Rabiot.

"Die Saison ist noch lang"

"Zehn Punkte wirken ganz schön viel, aber die Saison ist noch lang", will der Mittelfeldmann nicht die Flinte ins Korn werfen. Nicht zuletzt werde die Mannschaft im neuen Jahr besser, weil Federico Chiesa und Paul Pogba nach Verletzungen hinzustoßen und sich viele junge Spieler weiterentwickeln. Dass Juventus darum kämpfen muss, überhaupt im Rennen um den Scudetto zu sein, ist derweil freilich eine bemerkenswerte Entwicklung. Als Rabiot von Paris Saint-Germain nach Turin kam, waren die Bianconeri noch Abonnement-Meister.

"... umso schöner wird am Ende der Erfolg"

"Vielleicht hat Juve früher mit einer gewissen Leichtigkeit gewonnen. Jetzt aber ist die Liga viel schwerer, sie hat eine starke Identität und wird auf der Welt mehr beachtet", meint der 27-Jährige. Für die Fans und die Spieler sei das durchweg positiv zu bewerten: "Je schwerer der Wettkampf ist, umso schöner wird am Ende der Erfolg", so Rabiot. Klingt nicht unbedingt so, als wolle er am Ende seines Vertrags im Sommer der Serie A den Rücken kehren.

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Lars Pollmann  
16.11.2022