Leihen auf dem Corona-Transfermarkt

Qualität ohne Risiko - Eberl: "Wir haben unsere Chance genutzt"

Eberl und Co. machten sich die Marktlage zunutze. Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images
Eberl und Co. machten sich die Marktlage zunutze. Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Borussia Mönchengladbach hat nach Hannes Wolf mit Valentino Lazaro einen zweiten Spieler ausgeliehen, der zur sofortigen Verstärkung gereichen sollte. Modelle ohne eine hohe Ablösesumme haben bei den Fohlen in Corona-Zeiten absolut Methode, wie Max Eberl erklärt.

Für Gladbach habe es im Sommer zwei Ziele gegeben, so der Sportchef gegenüber Sport Bild. Zum einen sollte der Kader ohne wichtige Abgänge beisammen bleiben. Daneben ging es darum, "noch mehr Qualität in den Kader zu holen, ohne dabei ein finanzielles Risiko einzugehen", so Eberl. Frühzeitig hat der Klub deshalb Leihgeschäfte als ideale Lösung auserkoren. Die gesuchten Spielertypen haben sich dabei nicht geändert, wohl aber ihre Verfügbarkeit infolge der Pandemie. 

Hakimi und Corona ebneten Lazaro den Weg nach Mönchengladbach

Lazaro ist dabei das beste Beispiel. Inter Mailand hatte Achraf Hakimi von Real Madrid gekauft, für den Österreicher fand sich aber kein Abnehmer, der eine hohe Ablöse hinlegen wollte. "Als wir jetzt durch die veränderten Umstände auf dem Transfermarkt gemerkt haben, dass für Inter auch ein Leihgeschäft infrage kommt, haben wir unsere Chance genutzt", sagt Eberl. Freilich helfe bei Lazaro wie bei Wolf, dass sie zuletzt keinen Stammplatz bei ihren Klubs hatten und so grundsätzlich entbehrlich waren.

"Konnten verhältnismäßig gut auf die Krise reagieren"

Absolute Schnäppchen sind die beiden deswegen im Übrigen nicht, schließlich fließt jeweils eine siebenstellige Leihgebühr und besteht bei Lazaro eine Kaufoption, bei Wolf sogar eine Verpflichtung, wenn er genügend Einsätze erhält. "Dank unserer Solidität der vergangenen
Jahre konnten wir aus meiner Sicht verhältnismäßig gut auf die Corona-Krise reagieren", sagt Eberl nicht ohne Stolz. Anders als ein Großteil der Klubs in der Bundesliga und Europa war Gladbach nicht auf Verkäufe angewiesen, um Mittel für die beiden Neuen zu öffnen. 

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Lars Pollmann  
26.08.2020