Mainz vor Kellerduell mit Schalke

Punktloser Trainer: Wann Lichte zurücktreten würde

Lichte verlor seine ersten vier Spiele. Foto: Alexandra Beier/Getty Images
Lichte verlor seine ersten vier Spiele. Foto: Alexandra Beier/Getty Images

Der FSV Mainz 05 hat auch nach dem sechsten Spieltag der neuen Saison nicht einen Zähler auf dem Konto. In der Bundesliga-Geschichte gab es erst einen derartigen Fall, Fortuna Düsseldorf in der Spielzeit 1991/92. Die Rheinhessen weisen sogar ein schlechteres Torverhältnis auf, sind somit zu diesem Zeitpunkt das schwächste Bundesliga-Team überhaupt.

Üblicherweise ginge nun wohl die Diskussion über die Mechanismen der Branche los und müsste sich der Cheftrainer mit dem Gedanken vertraut machen, bald ohne Job dazustehen. Doch Mainz hat bereits das erste Pulver verschossen und Achim Beierlorzer wegen interner Querelen entlassen. Interimscoach Jan-Moritz Lichte hat bisher aber nicht den gewünschten Effekt eines Trainerwechsels erzielen können. Er schließt seinerseits nicht aus, den Posten von sich aus zu räumen.

"... dann würde ich das auf jeden Fall tun"

"Ich werde das immer nach dem Gefühl entscheiden, ob ich die Mannschaft noch erreiche. Wenn ich vor der Mannschaft stünde und da wäre gar nichts von dem zu sehen, was wir besprochen haben und sie würde auch nicht wollen, dann würde ich das auf jeden Fall tun", zitiert die Bild-Zeitung den 40-Jährigen. Im Augenblick habe er aber sehr wohl das Gefühl, die Mannschaft zu erreichen. 

"Glaube, die Spieler reagieren auf mich"

Eine Niederlage im Kellerduell mit dem FC Schalke 04 am Samstag würde die Lage von Mainz 05 freilich noch verschärfen. Sieben Niederlagen wären endgültig der einsame Negativ-Startrekord. Seine Art will Lichte für dieses mancherorts zum Schicksalsspiel stilisierte Aufeinandertreffen nicht ändern. "Man muss andere fragen, ob ich laut genug bin. Ich glaube, die Spieler reagieren auf mich. Es wäre falsch, wenn ich nur emotional irgendwelche Leute anschreie", so der gebürtige Kasseler. 

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Lars Pollmann  
04.11.2020