Angeklagter beteuert Unschuld

PSG verteidigt Neymar: "Kein Platz für Rassismus"

Gonzalez soll Neymar rassistisch beleidigt haben.
Gonzalez soll Neymar rassistisch beleidigt haben. Foto: Getty Images

Fünf Spieler haben beim 1:0-Sieg Olympique Marseilles bei Paris Saint-Germain in der Nachspielzeit Rot gesehen - darunter auch Superstar Neymar, der von Gegenspieler Alvaro Gonzalez offenbar rassistisch angefeindet wurde.

Der Brasilianer beteuerte laut L'Equipe gegenüber dem Schiedsrichter, vom Marseille-Gegenspieler als "Puta negra" ("Schwarze Hure") beleidigt worden zu sein. Alvaro Gonzalez will eigenen Aussagen nach Derartiges nicht geäußert haben und machte über die sozialen Medien klar: "Es gibt keinen Platz für Rassismus." Via Instagram sieht sich Neymar aber im Recht: "Ich verstehe diesen Kerl teilweise, das gehört alles zum Spiel. Aber Rassismus und Intoleranz sind inakzeptabel."

PSG unterstützt Ligaverband bei der Aufklärung

Von seinem Verein PSG erhält der im Fokus stehende Superstar Rückendeckung. In einem offiziellen Statement teilte der französische Meister mit: "Paris Saint-Germain unterstützt Neymar Jr. ausdrücklich, der berichtete, von einem gegnerischen Spieler rassistisch beleidigt worden zu sein. Der Klub bekräftigt, dass es keinen Platz für Rassismus in der Gesellschaft, im Fußball oder in unserem Leben gibt, und ruft alle auf, sich gegen alle Formen von Rassismus in der ganzen Welt auszusprechen. Seit mehr als 15 Jahren engagiert sich der Klub an der Seite seiner Partner stark im Kampf gegen alle Formen der Diskriminierung. Paris Saint-Germain möchte die Disziplinarkommission der LFP (französischer Ligaverband; d. Red.) bei der Ermittlung und Aufklärung des Sachverhalts unterstützen." Welche Folgen der Eklat vom Parc des Princes im Detail hat und welche Seite die Wahrheit sagt, muss damit erst noch ermittelt werden. 

Profile picture for user Adrian Kuehnel
Adrian Kuehnel  
15.09.2020