Nächster Schritt?

Die 5 SGE-Prognosen für das Jahr 2022

Oliver Glasner (l.) zeigt es an: "Filip, du bleibst hier!" Foto: Getty Images

Das Jahr 2021 hatte es für Anhänger von Eintracht Frankfurt in sich. Doch gerade zum Ende hin nahm der Klub unter Trainer Oliver Glasner wieder Fahrt auf. Mit Schwung und Selbstbewusstsein geht es ins neue Jahr, wo die Hessen Historisches schaffen könnten. 

Mit Vorsätzen hält es Oliver Glasner nicht so. Das machte er in der letzten Presserunde 2021 gegenüber den anwesenden Journalisten deutlich. Einzig "weniger Süßes" steht auf seinem Plan für das neue Jahr. Und sportlich? Auch da blieb der Österreicher sachlich. "Wir wollen jedes Spiel gewinnen", lautet sein Ziel. So wie im alten Jahr eben auch. Ohnehin ist ein erneutes Coronajahr voller Unwägbarkeiten. fussball.news wagt dennoch, fünf - zum Teil gewagte - Prognosen für 2022 mit Blick auf die Eintracht aufzustellen. 

1. Glasner wird Sympathieträger

Anders als Vorgänger Adi Hütter ist Oliver Glasner nahbar. Es menschelt durch den Österreicher wieder in Frankfurt. Schon in der Hinserie gewann der 47-Jährige Sympathien der Fans, obwohl diese noch nicht wieder in Scharen ins Stadion kommen durften. Doch in der Rückrunde wird er weiter an Profil gewinnen, auch weil er sich deutlich zu gesellschaftlichen Themen positioniert und sich nicht wegduckt. Er wird 2022 weiter erfolgreich den Beweis antreten, dass er zur Eintracht passt. Samt sportlichem Erfolg. Bei der Wahl zum Trainer des Jahres in der Bundesliga könnte er deshalb ebenso eine ordentliche Rolle spielen. 

2. Eintracht schafft es in die Königsklasse

In der vergangenen Saison schnupperten die Hessen lange an der Champions League. Doch zum Ende brachen die Frankfurter ein - auch weil die Störfeuer rund um den Klub groß waren. Zur Rückrunde beträgt der Rückstand auf Platz vier aktuell nur einen Punkt. Weil Vereine wie Borussia Mönchengladbach und RB Leipzig weiter straucheln, Oliver Glasner weiß, wie man in die Königsklasse kommt und die Eintracht gerade erst ins Rollen gekommen ist, gelingt ihr 2022 mit Verzögerung Historisches. Und kann damit auch als Klub den nächsten Schritt machen. Wenn die Platzierung über die Liga nicht klappt, dann winkt die Königsklasse mit den Sieg in der Europa League.  

3. Großer Umbruch im Sommer

Drei bis vier Transferperioden, hatte Sportvorstand Markus Krösche angekündigt, wird es brauchen, bis der Eintracht-Kader seinen Vorstellungen entspricht. Im Sommer laufen diverse Verträge (Barkok, da Costa, Ilsanker, Hasebe) aus, andere nur noch ein Jahr (unter anderem Kostic, N'Dicka und Kamada). Entsprechend groß wird der Umbruch werden, der Glasner und Krösche aber die Chance bietet, das Aufgebot weiter nach ihren Vorstellungen zu justieren. Gefahren bietet eine solche Neuausrichtung aber auch. Die gilt es für die Verantwortlichen zu meistern. 

4. Hardung wird aufsteigen

Im Sommer 2021 kam Timmo Hardung gemeinsam mit Sportvorstand Krösche an den Main und ist seitdem Leiter der Lizenzspielerabteilung. Zuvor arbeitete der 32-Jährige in ähnlicher Funktion bei der TSG Hoffenheim und RB Leipzig. Julian Nagelsmann hätte ihn auch gerne mit zum FC Bayern München genommen, doch den Zuschlag am Ende ging es zu Krösche. Nach der Saison könnte Hardung die Karriereleiter nach oben steigen. Schon jetzt sitzt er bei diversen Verhandlungsgesprächen mit am Tisch und führt Gespräche mit Beratern. Ob das sogar auch den Posten von Ben Manga tangieren wird, der erst 2021 zum Direktor Profifußball befördert wurde, wird sich zeigen. 

5. Kostic verlängert

Im vergangenen Sommer wollte Filip Kostic die Eintracht verlassen, blieb während der Wechselposse sogar dem Training fern. Am Ende musste er bleiben, weil das Angebot von Lazio Rom weit unter Marktwert war. Die Gerüchte um einen Wechsel in die Serie A halten sich hartnäckig, ein Beraterwechsel befeuerte diese. Doch der 29-jährige Serbe wird 2022 alle Eintracht-Fans überraschen und seinen Kontrakt verlängern. Denn die beste Zeit seiner Karriere hat er seit 2018 in Frankfurt. Und einen gewissen Kultstatus schon jetzt. Doch unter Glasner wird er sich strecken müssen. Die Ansprüche sind nun andere, doch am Ende entscheidet der Wohlfühlfaktor. 

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Benjamin Heinrich  
01.01.2022