1.FC Köln

Priorität auf Profis oder Baumgart? Keller: "Es gibt da kein Ranking"

Keller hat seinen Dienst als Sportchef des FC angetreten. Foto: Getty Images
Keller hat seinen Dienst als Sportchef des FC angetreten. Foto: Getty Images

Christian Keller hat sich am Montag als Sportgeschäftsführer des 1.FC Köln den Medien vorgestellt. Der langjährige Macher von Jahn Regensburg hatte bereits Ende 2021 seinen Vertrag unterschrieben, trat seinen Dienst aber erst am Freitag an. Auf ihn warten eine Menge Aufgaben.

Die Verträge von Leistungsträgern müssen verlängert oder diese verkauft werden, zudem stehen bereits Gespräche über einen neuen Kontrakt für Steffen Baumgart auf der Agenda. Dass es dabei eine Priorisierung gibt, verneint Keller. "Es gibt da kein Ranking. Ich habe alle Aufgaben auf dem Schirm und werde mich ihnen widmen. Die sind ja auch nicht mit einem Gespräch erledigt", erklärt der 43-Jährige in seiner Antritts-Pressekonferenz. Klar ist, dass sein Wirken von wirtschaftlichen Zwängen geprägt sein wird.

"Gutes Stück Zukunft wurde verfrühstückt"

Der 1.FC Köln muss infolge der Corona-Pandemie sparen, weshalb im Sommer womöglich der ein oder andere Erfolgsgarant aus der Mannschaft zu Geld gemacht werden dürfte. "Ein gutes Stück Zukunft wurde verfrühstückt, um akute Defizite zu lösen, sodass gewisse Fesseln an der Kaderplanung liegen", formuliert Keller. Deshalb brauche es kreative Lösungen, unter anderem dürfte der Fokus auf Spielern liegen, der der FC noch entwickeln kann.

Baumgart bat ihn gleich zur Kasse

Beauftragt wäre damit in erster Linie Baumgart, der dem Vernehmen nach durchaus bereit ist, seinen 2023 auslaufenden Vertrag vorzeitig zu verlängern. "Wir haben uns im Dezember für ein intensiveres Kennenlernen zusammengesetzt", berichtet Keller, der sich auf einen täglichen Austausch freut. Dabei lernte der neue Sportchef bereits an seinem ersten Tag, dass Baumgart viel Wert auf Disziplin legt. Laut eines Berichts von Sport1 bat der Chefcoach Keller gleich zur Kasse, weil er drei Minuten zu spät zu einem Gespräch ins Trainerbüro erschien. Mit der Entscheidung des neuen Geschäftsführers, Spiele nicht von der Bank aus zu beobachten, hat dies aber nichts zu tun. Keller erklärt, man habe von der Tribüne einen anderen Blick, den er im Austausch mit dem Trainerteam gerne einbringen wolle.

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Lars Pollmann  
05.04.2022