Als Rose-Nachfolger gehandelt

Prödl glaubt nicht an Kohfeldt-Abschied zu Gladbach

Prödl sieht Kohfeldt weiter bei Werder. Foto: SOEREN STACHE/POOL/AFP via Getty Images
Prödl sieht Kohfeldt weiter bei Werder. Foto: SOEREN STACHE/POOL/AFP via Getty Images

Der am Montag veröffentlichte Wechsel von Marco Rose zu Borussia Dortmund hat die Gerüchteküche in der Bundesliga kräftig angeheizt. Auf der Suche nach einem Nachfolger auf der Trainerbank von Borussia Mönchengladbach landen viele bei Florian Kohfeldt. Dessen Abschied von Werder Bremen kann sich Sebastian Prödl aber nicht vorstellen.

"Natürlich weiß man in der Bundesliga über die Qualitäten von Kohfeldt Bescheid. Fakt ist, dass Werder Bremen die Zukunft mit einem eingespielten Team plant, das nicht nur sportlich an einem Strang zieht, sondern sich auch privat gut versteht", schreibt der langjährige Profi der Hanseaten in einem Beitrag für das Portal DeichStube. Die Führungsmannschaft bei Werder besteht unter anderem aus Sportchef Frank Baumann, Lizenzbereichsleiter Clemens Fritz und eben Kohfeldt.

"Könnte ich nur schwer nachvollziehen"

"Sie alle haben die Werder-DNA in sich und leben die gleiche Philosophie. Wenn dieser eingeschworene Kreis gesprengt würde, könnte ich das nur schwer nachvollziehen", so Prödl. Auch kann er die Meinung mancher Beobachter nicht teilen, die einen Abschied von Kohfeldt als mögliche willkommene Veränderung empfinden würden. Und auch aus Sicht des Übungsleiters selbst empfindet der Österreicher einen Wechsel nicht unbedingt als verlockend.

"Latte für jeden Rose-Nachfolger extrem hoch"

"Kohfeldt könnte zwar in Gladbach wegen des größeren Potenzial des Kaders den offensiveren Fußball spielen lassen, der ihm vorschwebt", schreibt Prödl. "Die Latte liegt jedoch für jeden Rose-Nachfolger extrem hoch." Immerhin hat der künftige BVB-Coach mit Gladbach die Champions League erreicht und darin in einer Hammergruppe mit Real Madrid, Inter Mailand und Schachtjor Donetsk das Achtelfinale gebucht. Er hinterlässt also breite Fußstapfen.

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Lars Pollmann  
18.02.2021