Hertha verliert in Unterzahl bei Leipzig

Preetz übt Schiri-Schelte: "Fühlen uns benachteiligt"

Stieler brachte Hertha gegen sich auf. Foto: ODD ANDERSEN/AFP via Getty Images
Stieler brachte Hertha gegen sich auf. Foto: ODD ANDERSEN/AFP via Getty Images

Hertha BSC hat am Samstag die bereits fünfte Niederlage im sechsten Pflichtspiel der neuen Saison kassiert. Bei Spitzenreiter RB Leipzig unterlagen die Hauptstädter nach 40-minütiger Unterzahl infolge einer Gelb-Roten Karte für den erst zur zweiten Halbzeit eingewechselten Deyovaisio Zeefuik mit 1:2. Michael Preetz übte anschließend harsche Kritik an Schiedsrichter Tobias Stieler.

"Dieses sehr intensive Spiel hätte einen guten Schiedsrichter verdient gehabt und das war in diesem Spiel einfach nicht der Fall. Ich sage es ganz offen: Wir fühlen uns in den vielen, engen Entscheidungen benachteiligt", zitiert die Vereinshomepage den Geschäftsführer der Alten Dame. Dabei nehme er die in Sachen Resultat entscheidende Szene aus, der Strafstoß zum Siegtreffer von Leipzig sei unstrittig gewesen. "Aber diese ganzen engen Entscheidungen, in den zum Teil rassigen Zweikämpfen, sind gegen uns gepfiffen worden", so Preetz.

"Wenn gepfiffen wurde, dann immer gegen Hertha BSC"

Zudem habe sich Stieler nach seinem Empfinden über das Spiel gestellt und so den Fokus von einer eigentlich knackigen Partie genommen. Vor allem das Duell der physisch imposanten Torschützen Jhon Cordoba und Dayot Upamecano bot immer wieder Zündstoff. "Das waren rassige Duelle, immer an der Grenze, aber überwiegend fair. Und wenn Fouls gepfiffen wurden, dann immer gegen Hertha BSC", ärgert sich Preetz. 

"Dann ist das bitter"

"Das hat sich dann im laufenden Spiel auch aufgestaut. Wenn ich dann noch sehe, wie er unseren Trainer kurz vor Schluss angesprochen hat, dann ist das bitter", so der Ex-Nationalspieler. Bruno Labbadia hatte in der Nachspielzeit Gelb gesehen, anschließend stellte Stieler mit Jessic Ngankam sogar einen zweiten Herthaner vom Feld. Die überharte Entscheidung für eine Grätsche gegen Angelino nahm der Unparteiische nach Videostudium zurück. Freunde bei Hertha BSC konnte er sich da aber schon lange nicht mehr machen.

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Lars Pollmann  
25.10.2020