Wende in dieser Saison?

Podolski: "Über das Potenzial des FC sprechen wir schon seit Jahrzehnten"

Lukas Podolski hofft auf eine erfolgreichere Zukunft des 1. FC Köln. Foto: Imago.
Lukas Podolski hofft auf eine erfolgreichere Zukunft des 1. FC Köln. Foto: Imago.

Lukas Podolski hofft, dass der 1. FC Köln am guten Start in die neue Bundesliga-Saison anknüpfen kann. Der Ex-FC-Spieler sieht in Steffen Baumgart den entscheidenden Faktor für den Wandel und betont, der Verein müsse sein Potenzial ausschöpfen.

Wenn alle Räder ineinandergreifen, sind dem 1. FC Köln kaum Grenzen gesetzt. Unvergessen ist die Saison 2016/17, in der sich die Domstädter über den fünften Tabellenplatz in der Bundesliga für die Europa League qualifiziert haben. Wie schnell es wieder bergab gehen kann, zeigte allerdings die darauffolgende Saison, in der der Traditionsverein als Tabellenletzter in die 2. Bundesliga abgestiegen ist.

Podolski: "Der Start ist geglückt"

Derzeit absolviert der FC die dritte Bundesliga-Saison in Folge und hofft, anders als in der vergangenen Spielzeit nicht bis zum Schluss um den Klassenerhalt zittern zu müssen. Mit sieben Punkten aus vier Spielen hat Cheftrainer Steffen Baumgart den Grundstein für eine solide Saison gelegt, Lukas Podolski warnt im Interview mit dem kicker aber vor Übermut: "Es sind ja erst vier Spiele gespielt. Es kann auch wieder in die andere Richtung gehen", so der Angreifer, der sich dieser Tage dennoch für seinen Herzensklub freut: "Der Start ist geglückt. Ich freue mich für den Verein und die Fans. Dass die wieder ins Stadion dürfen, hilft der Mannschaft sehr."

"Mit Baumgart steht und fällt alles"

Laut Podolski hat Baumgart den größten Anteil an den positiven Auftritten der Geißböcke: "Der Trainer ist der Faktor. Mit ihm steht und fällt alles." Nun hofft der 36-Jährige, "dass am Ende etwas Positives rauskommt", denn: "Über das Potenzial des FC sprechen wir ja schon seit Jahrzehnten, aber ausgeschöpft hat es der Verein gar nicht. Spieler zu entwickeln, sie teuer zu verkaufen und mit dem Geld eine Mannschaft aufzubauen - das machen andere Vereine wie Frankfurt oder Gladbach besser." 

Wirtz-Abgang "tut weh"

Das von Podolski angesprochene Transfermodell hat Borussia Mönchengladbach und Eintracht Frankfurt dazu verholfen, die Abstiegsregion zu verlassen und sich zu Vereinen zu entwickeln, die um den Einzug in den Europapokal kämpfen. Für Sebastiaan Bornauw und Ismail Jakobs kassierten die Kölner in diesem Sommer immerhin 20 Millionen Euro, laut Podolski hätten die Einnahmen in der Vergangenheit aber noch höher ausfallen können: "Dass man einen Florian Wirtz und damit 50 oder 60 Millionen Euro quasi für nix nach Leverkusen verloren hat, tut weh."

Florian Bajus  
16.09.2021