Investoren-Debatte beim 1. FC Köln

Podolski fordert mehr Mitspracherecht für FC-Mitglieder

Lukas Podolski fordert mehr Mitspracherecht für die FC-Mitglieder. Foto: Imago.
Lukas Podolski fordert mehr Mitspracherecht für die FC-Mitglieder. Foto: Imago.

Lukas Podolski fordert, dass den Mitgliedern des 1. FC Köln mehr Gehör geschenkt wird. Darüber hinaus äußerte der Ex-Nationalspieler Zweifel an einer erfolgreichen Zukunft der Domstädter unter einem Investor.

Dieser Tage herrscht viel Unruhe beim 1. FC Köln. Ausgelöst wurde diese durch die Entlassung von Sportchef Horst Heldt. Trotz einiger nachvollziehbarer Argumente muss sich der Vorstand von innen und außen Kritik gefallen lassen. Ausgerechnet vor der Mitgliederversammlung am 17. Juni droht die Situation zu eskalieren. 

Podolski: "Der FC hat 115.000 Mitglieder, die müssen ganz konkret gefragt werden"

Am Geißbockheim steht viel auf dem Spiel - denn nicht nur die sportliche Situation war und ist bedrohlich, auch aus wirtschaftlicher Perspektive steht der 1. FC Köln nicht sattelfest da. Im Zuge einer möglichen Investoren-Lösung fordert Lukas Podolski mehr Mitspracherecht für die Vereinsmitglieder: "Der FC hat 115.000 Mitglieder, die müssen ganz konkret gefragt werden: Was wollt ihr? Danach kann dann auch keiner mehr rumheulen, wenn der Verein immer nur gegen den Abstieg spielt, weil die finanziellen Mittel fehlen", sagte er dem Kölner Stadt-Anzeiger und ergänzte: "Wenn aber die Mehrheit sagt: Wir wollen auch wieder in Europa spielen, müssen von Vorstand, Geschäftsführung und Mitgliederrat Wege dafür gefunden werden."

Investor? "Das käme für mich nicht in Frage"

Der frühere deutsche Nationalspieler äußerte hinsichtlich des möglichen Einstiegs eines Investors jedoch Zweifel. Die Debatte müsse zwar geführt werden, "auch in dem Wissen, dass es bei Investorenmodellen zuletzt viele negative Beispiele gab, bei denen das nicht geklappt hat und der Verein in ein noch größeres Chaos gestürzt wurde - siehe zuletzt Hertha BSC", sagte Podolski. Doch als Vereinsmitglied habe er "durchaus Sorge vor einem reinen Investorenmodell. Das käme für mich nicht in Frage."

Florian Bajus  
05.06.2021