Im Jahr 2018

Platzte der Boateng-Transfer, weil der PSG-Sportdirektor verschlief?

Boateng sah seinen Wechsel zu PSG platzen. Foto: JOHN MACDOUGALL/AFP via Getty Images
Boateng sah seinen Wechsel zu PSG platzen. Foto: JOHN MACDOUGALL/AFP via Getty Images

Jerome Boateng hat in der abgelaufenen Saison einen zweiten Frühling beim FC Bayern erlebt. Der Innenverteidiger stand bekanntlich schon mehrfach kurz vor einem Abschied. Juventus Turin, aber auch Paris Saint-Germain hießen konkrete Interessenten. 2018 platzte der Wechsel nach Frankreich unter kuriosen Umständen.

Wie Sport Bild berichtet, hatten sich die Sportdirektoren Hasan Salihamidzic für den Rekordmeister und Antero Henrique für PSG am Münchner Flughafen für eine Verhandlungsrunde verabredet. Sie sollte in den frühen Morgenstunden stattfinden. Doch zum vereinbarten Zeitpunkt habe Salihamidzic vergeblich auf den Amtskollegen gewartet. Dem Magazin zufolge hatte der Portugiese den Termin schlichtweg verschlafen. Was heute eine lustige Anekdote ist, brachte seinerzeit den Groll des FC Bayern gegenüber PSG hervor.

'Brazzo' blieb knallhart

Vor allem Uli Hoeneß, seit jeher Patron und seinerzeit Präsident, soll vor Wut geschäumt haben, dass ein anderer Klub so mit einem leitenden Angestellten der Münchner umgeht. Salihamidzic selbst passte sich dem Bericht zufolge in späteren Verhandlungen mit PSG einer entsprechenden Haltung an. Er blieb knallhart, der Wechsel kam so nicht zustande. 'Brazzo' verdiente sich so weitere Sporen auf dem Weg in den Vorstand des FC Bayern, dem er seit Monatsanfang angehört. Henrique ist seit über einem Jahr seinen Posten bei PSG los. Und Boateng noch heute beim Rekordmeister aktiv.

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Lars Pollmann  
29.07.2020