TV-Vertrag

"Pick-Rechte" in der Kritik: Werden Spiele am Samstagnachmittag nachrangig bedient?

Die TV-Rechte-Vergabe steht in der Kritik.
Die TV-Rechte-Vergabe steht in der Kritik. Foto: Getty Images

Die sich aus Juristen und Ökonomen zusammengesetzte Monopolkommission hat scharfe Kritik an der Vergabe der TV-Rechte geübt. Der Verbraucher habe keine Vorteile - im Gegenteil.

Alle zwei Jahre erscheint ein Hauptgutachten der Monopolkommission, die diese Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier übergeben hat. Ab der Saison 2021/22 werden alle Bundesligaspiele am Samstag von Sky live übertragen, für die Spiele am Freitag und Sonntag hat DAZN die Übertragungsrechte erworben. Dies birge die Gefahr, "dass Verbrauchervorteile verloren gehen, Wettbewerbe ausgeschlossen sind und es kumuliert zu höheren Preisen kommt", zitiert der kicker aus dem Papier.

Pick-Rechte in der Kritik

Vor allem die sogenannten "Pick-Rechte" könnten für Ärger sorgen. Sky und DAZN könnten so "auf die Ansetzung der Spiele eines Bundesligaspieltags Einfluss nehmen". Somit werden die attraktivsten Partien wohl auf die besten Sendetermine am Freitag-, Samstag- und Sonntagabend geschoben.

Wird der Samstag, 15.30 Uhr, unattraktiv?

Sprich: Am Samstag, um 15.30 Uhr, wird es wohl immer weniger namhafte Begegnungen geben. Es sei sogar zu erwarten, dass dieser Termin "nachrangig bedient" werde: "Am Samstagnachmittag werden künftig etwa häufiger Begegnungen mit geringerem Marktwert gezeigt." Dies wirke sich auch auf die ARD-Sportschau aus, die dann weniger Anreize zum Einschalten für den Zuschauer bieten könne.

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Christopher Michel  
29.07.2020