Zu Gast mit Wolfsburg

Philipp erinnert BVB-Zeit: "Als wurden wir entschlüsselt"

Philipp machte insgesamt 51 Pflichtspiele für den BVB. Foto: Getty Images
Philipp machte insgesamt 51 Pflichtspiele für den BVB. Foto: Getty Images

Borussia Dortmund empfängt am Samstag den VfL Wolfsburg zum 30. Spieltag der Bundesliga. Mit den Wölfen reist auch Maximilian Philipp zum BVB, für den es ein Wiedersehen mit dem Ex-Klub wird. 2017 legten die Schwarzgelben 20 Millionen Euro auf den Tisch, um den Angreifer vom SC Freiburg zu holen.

Seinerzeit galt der Berliner als potenzieller künftiger Nationalspieler, die ersten Monate im BVB-Trikot rechtfertigten die Vorschusslorbeeren durchaus. Es waren sozusagen die Flitterwochen unter Peter Bosz, die aber ein jähes Ende für den Klub fanden. "Die ersten Spiele lief das unglaublich gut, wir waren gar nicht aufzuhalten. Da hat alles gepasst", erinnert Philipp gegenüber den Ruhr Nachrichten. Dortmund holte aus den ersten sieben Spielen unter dem niederländischen Chefcoach 19 Punkte, gewann aber keine Partie mehr, ehe Bosz wegen Erfolglosigkeit im Dezember den Hut nehmen musste.

"Vielleicht dachten wir, es läuft einfach von selbst"

"Irgendwann kam der Einbruch. Es war, als wurden wir entschlüsselt. Die Gegner wussten, wie sie gegen uns spielen mussten und wir haben nicht mehr so gut gespielt", sagt Philipp. Dass Cheftrainer und Mannschaft nicht zusammenpassten und der Übungsleiter zu wenig Flexibilität gezeigt habe, will der heute 28-Jährige nicht als Ausrede nehmen. "Vielleicht dachten wir, es läuft einfach von selbst. Die ersten Spiele haben wir viele Tore geschossen und kaum Gegentore bekommen. Irgendwann dachtest du, du verlässt dich auf den anderen, der bügelt das schon aus, es wird schon irgendwie gut gehen."

"BVB ist eine Topmannschaft in Deutschland und in Europa"

Philipp selbst verletzte sich im Dezember 2017 am Knie und konnte in der Folge nie so ganz an seinen guten Start beim BVB anknüpfen. 2019 trennten sich die Wege mit einem Wechsel zu Dinamo Moskau, von wo aus der ehemalige U21-Nationalspieler zu Wolfsburg in die Bundesliga zurückkehrte. "Der Konkurrenzkampf bei der Borussia ist extrem hoch. Der BVB ist eine Topmannschaft in Deutschland und in Europa. Deswegen kann man auch schnell ersetzt werden", erklärt Philipp über sein letztliches Scheitern bei den Schwarzgelben. "Ich habe nicht die erhoffte Leistung gebracht. Die anderen Spieler schon. So ist das Geschäft."

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Lars Pollmann  
15.04.2022