Ein Jahr Pandemie

Petersen bedauert Geisterspiele: "Zustand ist zur Normalität geworden"

Petersen würde es freuen, wenn wieder Fans in die Stadien dürften.
Petersen würde es freuen, wenn wieder Fans in die Stadien dürften. Foto: Imago

Vor einem Jahr durften Fans die Stadionkapazitäten in der Bundesliga voll auslasten. Seither wurde überwiegend unter Ausschluss der Zuschauer gespielt. Nils Petersen, Stürmer des SC Freiburg, bedauert diesen Umstand.

Der Fußball muss ob der Corona-Pandemie nach wie vor ohne seine Fans auskommen. So sind in der Bundesliga und in anderen Ligen Europas nach wie vor Geisterspiele an der Tagesordnung. "Bei unserem ersten Spiel in Leipzig dominierte die Erleichterung, dass wir weiterspielen dürfen", erinnerte sich Nils Petersen im Interview mit dem kicker zurück.

"Ich fahre zur Arbeit, so fühlt es sich derzeit an"

"Da gab es bei einigen Klubs ja schon Existenzängste, und jeder fragte sich, kriegen wir die Saison zu Ende?", erklärte der Torjäger des SC Freiburg und führte aus: "So traurig es klingt: Der Mensch ist wirklich ein Gewohnheitstier, der Zustand ist zur Normalität geworden. Egal ob man gewinnt oder verliert, die emotionalen Ausschläge in beide Richtungen sind begrenzt." Umso mehr freue sich der 32-Jährige, wenn es wieder zu einer Rückkehr der Zuschauer kommt. "Als beim Heimspiel gegen Wolfsburg einmal 3000 Zuschauer da waren, hatten wir alle Gänsehaut beim Aufwärmen", so Petersen. "Was macht das erst mit uns, wenn das Stadion wieder voll ist? Ich fahre zur Arbeit, so fühlt es sich derzeit an."

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Adrian Kuehnel  
08.03.2021

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